AZ ORSZÁGOS SZÉCHÉNYI KÖNYVTÁR ÉVKÖNYVE 1972. Budapest (1975)

III. Könyvtörténeti és művelődéstörténeti tanulmányok - Keresztury Dezső: Az önálló magyar opera- és balettszcenika kialakulása - Die Entfaltung der selbständigen ungarischen Opern- und Balettszenik

ill. művészcsoportra erőteljesebben rávilágítani. A maga nemében igen eredeti törekvésű a nagy sikerekre visszatekinthető „Pécsi balett" megteremtője, ECK Imre nemcsak koreográfusként, hanem díszlet- és jelmeztervezőként is kiválót alkotott. A budapesti Állami Bábszínház művészgárdája — s vele BRÓDY Vera — kilépett a műfaj megszokott kereteiből s a legkomolyabb modern nagybalettek színre vitelé vei is eredményesen próbálkozott meg. BARTÓK két művét: A fából faragott királyfit, meg A csodálatos mandarint, STRAVINSZKI Petruskájával — de KODÁLY Háry Jánosával is — együtt olyan találékony, brilliáns előadásban alkal­mazták a bábszínjátszás lehetőségeihez, hogy világraszóló sikert arattak. Die Entfaltung der selbständigen ungarischen Opern- und Balettszenik D. KERESZTURY In Ungarn war die Kunst des Bühnen- und Kostümentwerfens lange Zeit hindurch ein Stiefkind. Der Theatergeschichtlichen Abteilung der Széchényi Nationalbibliothek gelang es nur mit seh viel Schwierigkeiten das diesbezü­gliche und auffindbare Material einzusammeln. Diese Skizze will beweisen, dass diese Sammlung berechtigt und notwendig zustande kam. Nach einem Über­blick der geschichtlichen Prämissen müssen wir kurz die Epoche des Ausgleiches der ungarischen Nation mit Wien (1867) näher betrachten, denn da beginnt die einheimische Oper- und Ballettkunst solch ein Niveau zu erreichen, wo auch die Geschichte des Entwerfens des Bühnenbildes beachtenswert wird. Die ersten ernsten Versuche sind mit dem Namen von KÉMÉNDY Jenő verbunden. Der selbständig—ungarische Styl dieses Gebietes beginnt mit seinem Namen. Der Zusammenbruch nachdem ersten Weltkrieg berührt auch die Oper. Sie taumelt von einer Krise in die andere. Die Tätigkeit von MÁRKUS László als Regisseur schliesst sich noch den Bestrebungen der Jahrhundertwende an, aber er ist es, der die Entwicklung des modernen Bühnenbildes zur Vollendung bringt. Den Beginn der szenischen Tätigkeit von OLÁH Gusztáv kann man an die Zeit, da MÁRKUS der Direktor war, datieren. Er war der Erste, der sich nicht nur nebenbei mit dem Szenenbildgestalten befasste, sondern es als seinen Haupt­beruf betrachtete. Er war der Erste unter den ausschliesslichen Spezialisten dieser Kunst. Als Regisseur entwarf er Kulissen und zeichnete Kostüme zu Schwank und Tragödie, zu modernen und klassischen Stücken, Balletten, Opern und Operetten. Das Bühnenbild wurde infolge seiner Tätigkeit vom Rahmen des Spieles ein wichtiger Träger der Gesamtwirkung der Produktion auf der Bühne. In der Kunst der Bühnenbeleuchtung und in der Entwicklung des Ballettes in Ungarn spielten Oláhs Schüler die entscheidende Rolle. Was FÜLÖP Zoltán betrifft, begann er seine Tätigkeit als Mitarbeiter von MÁRKUS und OLÁH Gusztáv. Er war Dekorateur und Oberszeniker an der Oper. Der Dritte im grossen Trias der Spielraumgastalter war VARGA Mátyás. Er ist der vielseitigste Künstler unter ihnen. Im Selbständigwerden der ungarischen Bühnenbildgestaltung, im Erreichen 368

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