AZ ORSZÁGOS SZÉCHÉNYI KÖNYVTÁR ÉVKÖNYVE 1967. Budapest (1969)

IV. Könyvtörténeti és művelődéstörténeti tanulmányok - Vizkelety András: A szép levél - Der schöne Brief

4. Legújabb megbővített és megjavíttatott magyar és német levelező könyv, vagy részsze­rént regulákból, részszerént példákból álló oktatás. .. Pest 1816. 4 — 5. 1. 5. Horváth Jenő: Bevezetés a levelezési ismeretekbe. 2. kiad. Budapest 1962. 8 — 9. 1. 6. A papírfajtákról és azoknak főleg a grafikában való alkalmazásáról Freund Jenő: Papiros a grafikában. Budapest 1927 (Grafikai Művészetek Könyvtára VI) nyújt jó tájékoztatást és közöl egy-egy mellékletet az egyes papírfajtákból. 7. Ha a példának felhozott levelek mellett más jelzet nem szerepel, lelőhely az OSZK Leve­lestára. Der schöne Brief A. VIZKELETY Die Studie fasst als Experiment alle formalen Komponenten zusammen, die die ästheti­sche Wirkung des „schönen Briefes" bestimmen. Mit diesen formalen Merkmalen, sowie mit dem Inhalt des Briefes und der Individualität des Briefschreibers können oftmals Zusam­menhänge, die für die Beurteilung des Briefes bedeutend und aufschlussreich sind, aufgedeckt werden. Den Gegenstand der Untersuchung bildeten zum grossen Teil Privatbriefe aus der Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts. Diese zeitliche Einteilung ist kulturgeschichtlich mit dem Persönlichkeitskult der Epoche und wirtschaftsgeschicht­lich mit der industriellen Entwicklung der Grossbetriebe der Papierindustrie und den gra­phischen Herstellungsmethoden dieser Zeit in Verbindung zu sehen. Die Studie befasst sich mit folgenden Themen: 1. Material des Briefpapiers — Oberfläche, Farbe, Form, eventuell auch Umrandung, Musterung. In der harmonischen Auswahl der Farbe von Papier und Tinte ist häufig auch ein mehr oder weniger ästhetisches Bestreben zu sehen. 2. Für die schöne Form des Briefes sind auch graphologische Merkmale entscheidend : Rand, Zeilenabstand, Einteilung der Absätze usw. Ebenfalls sind die verschiedenen Schmuckelemente im Briefkopf zu beachten. 3. Visitenkartenmässig angeordnete Namen und Adressen, kleine symbolische Bilder für geographische Angaben. 4. Besonders viele Stilvariationen, sowie graphische und technische Lösungen bietet das Monogramm. Ausschlaggebend ist hier weitestgehend der individuelle Geschmack. 5. Die Darstellung des Wappens (mit oder ohne Motto) dient der Bezeichnung des Adels­ranges und bringt die Ehrfurcht vor der Überlieferung zum Ausdruck, jedoch finden wir auch andere kleine, wappenartige, graphische Darstellungen. Die Aufschriften sind weise, scherz­hafte oder schelmische Sprüche, die oft als selbständiges Motiv stehen. 6. Die Freundlichkeit und Aufmerksamkeit des Brief Schreibers zeigt sich in erster Linie in Blumen- und Tiermotiven; 7. Schatten- oder kleinere Genrebildern. 8. Mitunter spiegelt der Briefschmuck auch eine politische Stellungnahme wider. 9. Unter den auf dem Briefpapier verwandten Landschafts- oder Städtebildern finden wir die anspruchsvollsten kleingraphischen Werke, die nicht selten auch unbekannte ikono­graphische Beiträge zu ungarischen Städten sind. Wir finden unter ihnen auch die Werke berühmter Kupferstecher und die Ausgaben bekannter Vervielfältigungswerkstätten. — Die aufgezählten Themen werden durch zahlreiche Abbildungen erläutert. • 434

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