AZ ORSZÁGOS SZÉCHÉNYI KÖNYVTÁR ÉVKÖNYVE 1957. Budapest (1958)

Kőhalmi Béla: Vita a könyvtártudományról

Leipzig. 1931—1940. III. Band. 5. Kapitel. Leyh, Georg: Die deutschen Bibliotheken von der Aufklärung bis zur Gegenwart, p. 750. 6. Beszámoló a Román Népköztársaság könyvtáraiban végzett kutatásaimról. —- Magyar Tu­dományos Akadémia Nyelv- és Irodalomtudományi Közi. V. 1—4. p. 345—384. 7. Denis, Michael. Einleitung in die Bücherkunde. T. 1—2. Wien, Trattner, 1777. 8. Peignot, Gabriel. Repertoire bibliographique universel. . . Paris, Renouard, 1812. p. 514. 9. Harnack, Ad. Reden und Aufsaetze. Bd. 4. p. 219. 10. Predeek id. m. Debatte über die Bibliothekswissenschaft KŐHALMI BÉLA Unerlässlich ist die Befassung mit Fragen der Theorie. Die Aussicht auf Lösung prak­tischer Fragen ist günstiger, wenn wir uns an sie von der Seite der Theorie nähern. Ein fast unberührtes Land liegt vor uns, das mit der Methode der materialistischen Dialektik zu bebauen ist : zu zeigen, auf welche Art die Bibliothek, Träger des geistigen Nachlasses, dienst­fertiger Helfer verschiedener Systeme und Gebilde war. Grosse Bibliothekare, belastet mit der Bürde kleinlicher praktischer Arbeiten versäumten nicht ihre Aufgaben in histo­rische Perspektive zu stellen. Zurück zu Vorgängern, die die Wände der Bibliothek durch­schlugen, die bestrebt waren die Funktionen der Bibliothek und der Bibliothekare im brei­ten Sinne zu deuten. Eine neue Bibliotheksgeschichte soll diese sich immer erneuernde Ten­denz erschliessen und die Bemühungen zur Auswahl der besten Literatur im Dienste der emporstrebenden Gesellschaftsklasse unterstützen. Hierzu die geschichtlich fundierte Un­tersuchung der Substanz der Bibliothek, die Anstrengungen zum vorbildlichen Aufbau des Bücherfonds (Göttingen). Es bleibe die Archivfunktion und die grosse, auf Tradition be­ruhende Aufgabe der wissenschaftlichen Bibliothek, die Mitarbeit an den grossen histo­rischen Synthesen und bibliographischen Arbeiten unangetastet. Mit Hinblick auf wichtige Aufgaben dieser Art erscheint der Zweifel Prof. Georg Leyh's: wie soll die Bibliothekswissen­schaft ein Konglomerat vieler Hilfswissenschaften eine wahre Wissenschaft werden, un­begründet; die wechselseitige Anwendung der Ergebnisse der Teilwissenschaften zur Er­klärung der Rolle der Bibliothek als Institution in Formen der gesamten geistigen Kultur sichert der Bibliothekswissenschaft den ihr gebührenden Platz im Rahmen der Kultur ­und Wissenschaftsgeschichte. Die Anwendung der historischen Methode wird bei der Lö­sung des Scheinwiderspruches helfen: wie soll die Funktion der Erschliessung des Forschungs­materials mit den volksbildenden Aufgaben der modernen Bibliothek vereinbart werden. (Vorstius). Man soll die Annahme der Harnack''sehen Konzeption der Bibliothekswissen­schaft nicht ablehnen. Die Predeek'&che Systematik soll noch besprochen werden. 6*

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