AZ ORSZÁGOS SZÉCHÉNYI KÖNYVTÁR ÉVKÖNYVE 1957. Budapest (1958)
J. Hajdú Helga: A kézirattár állományának gyarapodása a felszabadulás óta
Von den Manuskripten weltlichen Inhalts verdient eine kleine rhetorisch-grammatische Abhandlung, deren Verfasser noch nicht bestimmt werden konnte, in einer Abschrift des XI., spätestens XII. Jahrhunderts, Beachtung (Clmae 490, Gruppe 7), sowie die Protokolle zweier öffentlicher Notare, Dominicus Ceti und Antonius Sburlati aus Norditalien, geführt am Ende des XV. und zu Beginn des XVI. Jahrhunderts. Einen besonderen Wert besitzen für uns die Handschriften in ungarischer Sprache (Gruppe 12): drei Kodizes, die zu den bedeutendsten Sprachdenkmälern des ungarischen Mittelalters gehören, sowie das Fragment eines bisher unbekannten kleinen Tanzliedes vom Anfang des XVI. Jahrhunderts. Die Handschriften in deutscher Sprache sind: eine Abschrift aus dem XV. Jahrhundert des von Herzog Leopold II. den Bürgern von Wienerneustadt verliehenen Privilegs (Cod . germ. 55, Gruppe 9), ein Arzneibuch (Übersetzung des Antidotars von Nicolaus Alexandrinus, Cod. germ. 59, Gruppe 10), sowie ein Erbauungsbüchlein süddeutscher Herkunft (Cod. germ. 60, Gruppe 13). Wenn auch die meisten der neuerworbenen mittelalterlichen Handschriften inhaltlich nichts oder nur wenig Neues bieten, findet sich immerhin kaum eine unter ihnen, die hinsichtlich der Entstehungszeit, der Provenienz oder der Ausführung für die Bucn- oder Bibliotheksgeschichte nicht eine gewisse Bedeutung hätte. Die Verf. war bemüht, so weit es der enge Rahmen gestattete, fallweise auch auf diese Momente hinzuweisen. 126