Matskási István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 94. (Budapest 2002)
Markó, B. ; Csősz, S.: Die europäischen Ameisenarten (Hymenoptera: Formicidae) des Hermannstädter (Sibiu, Rumänien) Naturkundemuseums I.: Unterfamilien Ponerinae, Myrmicinae und Dolichoderinae
schreitet (GALLÉ et al. 1998). Über diese für die Fauna neuen Arten werden wir in unserer späteren Arbeit berichten (MARKO & CSŐSZ 2002), im weiteren wollen wir nur einige Bemerkungen veröffentlichen bezüglich der für die Fauna neuen und seltenen Arten der Sammlung. Myrmica rugulosa NYLANDER, 1849 - Verhältnismäßig seltene Art. Obwohl PARASCHIVESCU (1978) sie erwähnt, verfügen wir über wenige Angaben über das Vorkommen dieser Art. Die Tatsache, dass das Vorkommen dieser Art in Ungarn lange Zeit zweifelhaft war und erst jetzt bewiesen werden konnte, hebt die Notwendigkeit der Revision von früheren rumänischen Angaben, bzw. die Wichtigkeit dieser sicheren rumänischen Angabe, noch besser hervor. Myrmica specioides BONDROIT, 1918 - Für die Fauna Rumäniens neue Art. Auch PARASCHIVESCU (1975) erwähnt sie aus seiner Sammlung nicht. Obwohl das nicht die erste Angabe ist: MARKO hat, ja diese Art an dem Ort Fânate/Szénafüvek, das neben der Stadt Cluj-Napoca liegt, nachgewiesen (MARKO & CSŐSZ 2002), aber auch diese neue Angabe beweist, dass es sich um eine breit verbreitete Ameisenart handelt. Myrmica lonae FINZI, 1926 - Sie ist die Schwesterart der M. sabuleti, und deshalb wurde sie lange nur als eine Varietät, oder als Unterart behandelt. Sie ist nicht auf der Faunaliste von PARASCHIVESCU (1978), und obwohl RADCHENKO et al. (1997) sie aus Rumänien erwähnt, kann sie nicht als neue Art betrachtet werden. Die Exemplare der Sammlung des hermannstädter Museums dienen uns mit neuen wichtigen Angaben in Bezug auf die Verbreitung dieser Art. M. lonae ist selten, ihr rumänisches Vorkommen ist sehr schwach dokumentiert. Myrmica salina (RUZSKY, 1905) - MARKO (1998) hat schon diese halophyle Art aus Rumänien, auf den Alkaliböden neben dem Dorf Cojocna (Cluj Komitat) nachgewiesen. Auch in Ungarn ist diese Art heimisch. Die Angaben von Media§ und Râu Sadu beweisen, dass sich diese Art, selbst wenn auch nur inselartig, auf dem ganzen Gebiet Siebenbürgens befindet. Neulich ist sie in der Umgebung von Bezdin (Arad Komitat) (GALLÉ et al. nicht publ.) gefunden. Tetramorium caespitum hungarica (RÖSZLER, 1935) - Obwohl dieses Taxon als Unterart beschrieben worden ist, wird sie bei einer späteren Revision (CSŐSZ et al. in prep.) zum Status der Art erhoben. Die sich in der Sammlung befindenden zahlreichen Typenexemplare, bzw. die zur Verfügung stehende Beschreibung bestätigen die obige Behauptung. Es hebt die Wichtigkeit des Materials des hermannstädter Museums, dass sich die Typenexemplare dieser Art nur in dieser Sammlung erhalten sind. Die Museumsexemplare stammen ausnahmslos aus der Umgebung von Budapest: Nagytétény, Ungarn. Tetramorium impurum (FÖRSTER, 1850) - Das rumänische Vorkommen dieser hügel- und berglandschaftlichen Art wurde bis jetzt nur von MARKO und