Matskási István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 92. (Budapest 2000)

Hieke, F.: Revision einiger Gruppen und neue Arten der Gattung Amara Bonelli, 1810 (Coleoptera: Carabidae)

Penis (Abb. 185-186) mit runder Spitze, die nach links geneigt ist, ohne Innensackstrukturen. Stilettförmige Paramere an der Spitze meist mit der Andeutung eines Endhäkchens. Gonostyli (Abb. 187-188) kurz, zungenförmig, mit kaum wahrnehmbaren sehr dünnen, nadeiförmigen, oft nicht sichtbaren Seitenspornen. A. mopsa ist eine der kürzesten und die kompakteste der südlichen ßradytulus-Arien. Die an­deren sehr kleinen Arten sind entweder viel schmaler (A. altiphila Hieke 19956 von Ny-Feng, A. hyp­sela ANDREWES, 1923 von der N.Seite des Mt.Everest-Massivs, A. schmidti HlEKE, 1994 aus dem Annapurna-Massiv) oder haben einen breiten Halsschild mit stark vorstehenden Vorderwinkeln (A celioides Baliani, 1934 aus Sikkim, A. nyingtriensis sp. n. vom Paß Sekyia-la in SO. Tibet und A. cu­bicollis HlEKE, 1981 aus W.Nepal). Aus dem Nyainqentangla Shan, aus dem die neue Art stammt, ist bisher nur A altiphila bekannt. Diese hat aber lang-eiförmige Elytren und einen relativ kleinen Hals­schild mit tieferen äußeren Basalgruben als A. mopsa. Die meisten anderen Arten der Untergattung, die alle nur ein kleines Areal bewohnen, stammen aus dem Gangdisu Shan (Transhimalaya) und aus Gebieten weiter südlich von Lhasa oder aus dem Himalaya. Verbreitung - An den Pässen Shogu-la und Donga-la im Nyainqentangla Shan in S.Tibet. Amara (Bradytulus) nyingtriensis sp. n. (Abb. 189-194) Typen - Holotypus S und 11 Paratypen (6 <$ und 5 $) mit Fundortzettel "Tibet (Nyingtri), Ser­kyim-la (SW-Seite), 4000-4100, 27728. VI. 1995, HEINZ leg.". HT und 6 PT (cHei) , 4 PT (ZMHB). Locus typicus: Pass Serkyim-la, Gebiet Nyingtri, Tibet. Merkmale - Körper (Abb. 189-190) kurz und kompakt gebaut. Körperlänge des HT 5,9, der PT 5,6-6,4 mm. Ober- und Unterseite pechschwarz, oberseits in beiden Geschlechtern glänzend. Bei­ne dunkel rotbraun. Fühler und Taster wie die Beine gefärbt, aber an den Fühlern das erste Glied und an den Tastern die Spitzen aufgehellt. Hinterflügel vollständig reduziert. Kopf glatt, aber mit scharf eingeschnittenen schrägstehenden Stirnfurchen und mit einem fei­neren (HT) oder gröberen (PT) Grübchen in der Stirnmitte. Augen relativ schwach vorgewölbt. Vor­derrand der Oberlippe bogenförmig ausgeschnitten. Kinnzahn schmaler oder etwas breiter, aber stets zweispitzig. Halsschild nach vorn nur schwach, nach hinten kaum verschmälert, mit größter Breite wenig vor der Mitte. Hinterrand völlig gerade. Seiten vor den Hinterwinkeln sehr schwach und unauffällig ausgeschweift. Hinterrecken rechtwinklig und an der äußersten Spitze fein abgestumpft. Vorderwin­kcl kurz abgerundet und deutlich über den Vorderrand vorstehend, beim HT etwa um Dicke, bei eini­gen Paratypen etwa um die Länge des zweiten Fühlergliedes. Seitenrandkehle äußerst schmal, aber die wulstförmige Kante ist hinten doppelt so dick wie vorn. Basis fein und ausgedehnt punktiert, höchstens in der Mitte (auch beim HT) fast glatt. Äußere Basalgruben klein, rundlich, nahe an den Hinterecken liegend, innere als schwache, kurze und undeutliche (auch beim HT) oder etwas kräfti­gere und besser markierte Längsgrube ausgebildet. Elytren schwächer (HT) bis stärker (einige PT) eiförmig mit relativ feinen, aber deutlichen Streifen, die in den vorderen zwei Dritteln gut erkennbar, aber locker punktiert sind. Series umbilica­ta in der Mitte kurz unterbrochen. 7. Streifen fast immer ohne subapikale Nabelpunkte, seilen mit ei­nem Pünktchen. Basalkante fast gerade, nur sehr schwach zu den Humeralwinkeln vorgebogen, mit kräftigem Humeralzähnchen.

Next

/
Thumbnails
Contents