Matskási István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 80. (Budapest 1988)

Vincze-Szeberényi, H.: Neuere kristalloptische Messergebnisse von Feldspat-Megakristallen der Nógráder Basalte (Ungarn)

ANNALES HISTORICO-NATURALES MÜSEI NATIONALIS HUNGARICI Tomus 80. Budapest, 1988 p. 5-9. Neuere kristalloptische Messergebnisse von Feldspat­Megakristallen der Nógráder Basalte (Ungarn) von H. VINCZE-SZEBERLNYI, Budapest H. ViNCZE-SzEBERÉNYi : Neuere kristalloptische Messergebnisse von Feldspat-Megakristallen der Nógráder Basalte (Ungarn). —Annls hist.-nat. Mus. natu. hung. 1988 80: 5-9. Abstract — (New results on the optical properties of feldspar megacrysts in Nógrádian basalts, Hungary.) The examined megacrysts were collected from three localities of the Nógrádian basalt area. On the basis of their optical properties they proved to be anorthodases. with typical cross­hatched albite-pericline twinning. The degree of optical triclinicity is not maximal, it denotes in­termediate values. With 1 photoplate. Die Basaltvorkommen der Umgebung von Salgótarján in Nord Ungarn enthalten viele Feldspat­Megakristall-Einschlüsse neben anderen Kristall-Einschlüssen. Die zahlreichen und weit verbreiteten Basalt- und Basalttuffmassen enthalten auch viele exogene Einschlüsse, deren Material aus den un­teren Sedimentgesteinen und Rhyolithtuffen stammt, auf denen der Basall gelagert ist. Die endogenen Einschlüsse sind: haselnuss- und nussgrosse Olivinknollen und grosse Kristalle des Feldspats, Olivins, Pyroxens und Amphibols. Die Proben, die aus der Sammlung von L. JUGOVICS stammen, sind frisch, er hat diese Proben aus Steinbrüchen gesammelt, die damals noch in Betrieb waren, in den Jahren von 1935-1944. Die heute gesammelten Proben sind verwittert, weil die Steinbrüche schon lange ausser Betrieb sind. Die einzige Steingrube, die noch in Betrieb ist, ist die sog. ., Eresztvény "er bei Somoskőújfalu. Die Feldspat-Einschlüsse aus diesem Steinbruch stammen aus dem oberen Teil der Grube, aus dem dichten, grauen Basalt. Dieses Gestein ist zum grössten Teil auch schon abge­baut. Dieser Basalt gehört nach den Untersuchungen von L. JUGOVICS (1968) zu der finalen Lavast­römung. Das ganze sog. „Nógrád-Gömör" Basaltgebiet enthält von verschiedenen Ausbruchszentren stammende Gesteine. Auf der Erdoberfläche kann man bei den gegenwärtigen geomorphologischen Verhältnissen nicht immer feststellen, ob das Gestein der einzigen Lavadecken und der kleineren Basaltkuppen gleichzeitig ausgebrochen ist. Die Vulkantätigkeit im plio-pleistozänen Alter, die 111 Basalt-Vorkommen produzierte, war sehr intensiv und mannigfaltig. Eine der grössten Decken ist die zwischen dem Medves-Berg und den Ortschaften Somoskő und Róna gelegene Basaltdecke von 12,8 km 2 Fläche. In dieser Lavadecke wurden die Gruben „Magyar" und südöstlich davon die Grube „Lresztvény" eröffnet. Die Grube „Magyar" ist schon geschlossen. Die Basaltkuppe „Nagykő" bei Barna steht allein und ist auf oligozänen Sand und Sandsteinen gelagert. Unterhalb des Gipfels be­findet sich ein Steinbruch, der seit 50 Jahren ausser Betrieb ist, und sein grauer, dichter Basalt enthält die meisten Einschlüsse von Feldspäten (VINCZE-SZEBERÉNYI 1982, 1984). In dieser Arbeit wurden die kristalloptischen Messergebnisse von den Feldspat-Kristal­len, die aus den Gruben „Magyar" und „Eresztvény" stammen, mit den Messungen ver­glichen, die über den Megakristallen des Bárnaer „Nagykő" ermittelt werden waren. Die Feldspat-Megakristalle sind verschiedene Alkali-Feldspäte. Häufig kommt der Anorthoklas vor. Die Anorthoklase sind milchweisse, manchmal schmutziggraue Kristalle, ihre Grösse beträgt von 3-4 mm bis 50-60 mm. Sie sind undurchsichtig mit deutlich sicht­baren Spaltungsflächen. Die Daten der chemischen Zusammensetzung des dichten, grauen Basaltes, in dem die Feldspäte eingebettet sind, enthält die erste Tabelle. Das Gestein ist hart und spröd, die Feldspäte sind wegen ihrer Spaltbarkeit schwer zu präparieren und zu schleifen. Im Basalt ist der Feldspat xenomorph, die Oberfläche der Kristalle ist rundlich. Die Zwillingsbildung der Kristalle kann manchmal makroskopisch gut beobachtet werden. Es scheint notwendig zu sein, auf eine exakte Weise anzugeben und zu klären, welche Feld­späte hier Anorthoklas genannt werden, weil in der Fachliteratur auf diesem Gebiet recht

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