Kaszab Zoltán (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 77. (Budapest 1985)

Ronkay, L. ; Varga, Z.: Luperina diversa (Staudinger, 1891) bona species, mit der Beschreibung zwei neuer Subspezies (Lepidoptera, Noctuidae)

Gölli N-Ufer, 6. 10. 1968, leg. Friedel; 1 çf vom selben Fundort, aber von 29-30. 9. 1968, leg. Friedel (alle ZSM); 1 çf, Asia min., Gürün, 28. 8-6. 9. 1975, leg. Friedel (ZSM), 1 9, Asia min., Ankara, Barrage, 24-25. IX. 1968, leg. Friedel (ZSM) ; 2 çfçf 1 9 Libanon, 30 km O v. Beirut, 26-30. X. 1963, leg. Vartian (S. Vartian, Wien), 5 9 9 W-Iran, Berge bei Kasri Shirin, 4. X. 1965, leg. Vartian (SVW), 1 9 N-Iran, Derbend, 5-15. X. 1963, leg. Vartian (SVW). L. diversa (STAUDINGER, 1891) erreicht ungefähr dieselbe Größe, wie L. dumerilii hirsuta WAGN. ; Vf. 12-15,5 mm, Spannw. 27-33 mm. Die 9 9 S]n d in der Regel etwas größer, robuster. Die Zeich­nungen sind weniger deutlich, die Makeln sind nur undeutlich hell umrissen oder sie sind ganz verschwommen. Die Ringmakel ist mehr oder weniger rund oder von unregelmäßiger Form aber niemals ist sie schmal und schräg, mehr isodiametral. Auch die Nierenmakel ist vergleichsweise breit, in der Mitte kaum eingeschnürt. Die Adern der Vf. haben keine deutliche hellere Beschuppung. Hf. hell, einfarbig weißlich strohgelb, ohne Mittelfieck. Fl. Useite hell, fast einfarbig. Die wichtigsten Merkmale findet man in den cfö*-Genitalien. Der distale Teil des Aedoeagus ist stark sägezähnig rund herum. Der Cucullus ist stark entwickelt, verlängert, helmförmig. Die Größe der Ampulla zeigt eine individuelle Variabilität, aber meistens groß. Der Saccus scheint etwas länger zu sein, als bei dumerilii. Auch in den 9 9-Genitalien sind charakteristische Unterschiede vorhanden. Die Analpapillen sind bei diversa sehr stark entwickelt und die ganze Armatur ist wesentlich robuster, als bei dumerilii. (Vgl. Abb. 26). Alle diese Merkmale reichen für eine saubere artliche Trennung aus. Luperina diversa terteriani ssp. n. Die neue Subspezies ist Herrn Dr. A. E. Terterian, dem Leiter des Entomol. Labora­toriums des Zoologischen Institutes der Akad. der Wiss. der Armenischen SSR, Jereván gewidmet, der unsere Studienreisen in vielseitiger Weise unterstützt hat. Untersuchtes Material: 1 çf, Holotypus, Armenische SSR, Aragatz Mts., Antarut, 2000 m, 20-21. IX. 1982, leg. Merkl und Ronkay (NWMB) ; Paratype : 7 çfçf und 11 9 9 vom selben Fundort und Datum; 2 9 9, Gokht-Geghard, ca. 1500 m, 17 km v. Jereván, 14. IX. 1982, leg. Merkl und Ronkay; 1 9 Jereván, 19. IX. 1982, leg. Merkl und Ronkay (alle NWMB); 8 çfçf 10 9 9, Aragatz Mts., Antarut, 2000 m, 27-28. IX. 1983, leg. Z. Varga; 5 çfçf 8 9 9, Geghard, 30 km v. Jereván, 1700 m, 29. IX. 1983, leg. Z. Varga; 2 çfçf 19 9, Gokht, 17 km v. Jereván, ca. 1500 m, 21. IX. 1983, leg. Z. Varga (Samml. Varga, NWMB, NHMW, SVW, ZMUH, Samml. v. Mentzer, Moberg und Gyulai). Die vorliegende große Serie zeigt in allen Merkmalen eine erhebliche Variationsbreite. Die Exemplare aus Armenien sind im Durchschnitt etwas kurzflügeliger und plumper als jene der Nominatform: Vf. 12-15,5 mm, Spannw. 28-35 mm. Ein Teil der Exemplare kommt in Färbung und Zeichnung der nominotypischen Subspezies recht nahe: die sind von heller ocker-bzw. strohgelblichen Grundfarbe und auffallend undeutlich gezeichnet. Sie scheinen aber etwas dichter, grober beschuppt und behaart zu sein. Neben dieser „nor­malen" kommt aber gleichzeitig auch eine „Kontrastform" vor, bei welcher das Mittelfeld der Vf. bräunlich verdunkelt ist, wovon sich die helleren Makeln deutlich, aber nicht scharf begrenzt abheben. Auch Übergänge lassen sich zwischen den beiden Extremen beobachten. Als Holotypus wurde ein solches, helles, aber relativ deutlich gezeichnetes Exemplar aus­gewählt, welches als „Durchschnitt" der Population gelten kann. Der Anteil der Kontrast­form erreicht im Aragatz Mts. ca 20% der Gesamtzahl, bei Geghard erheblich weniger. Die Genitalien zeigen eine starke Ausprägung der spezifischen Merkmale von L. diversa STGR. Auffallend ist die bedeutendere Größe der Ampulla und die sehr stark verlängerte Form der Valven. Die neue Subspezies der L. diversa STGR. scheint überall in den ariden, hochplateau­artigen Gebieten von Armenien verbreitet und zahlreich zu sein. Sie stellt ein dominantes Element des Frühherbstaspektes dar. Es ist anzunehmen, daß in den benachbarten Teilen der Türkei dieselbe Subspezies verbreitet ist. 14 Természettudományi Múzeum Évkönyve 1985

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