Kaszab Zoltán (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 74. (Budapest 1982)

Geisthardt, M.: Beitrag zur Kenntnis der Gattung Nyctophila Olivier, 1884 (Coleoptera, Lampyridae)

ANNALES HISTORICO-NATURALES MUSEI NATIONALIS HUNGARICI Tomus 74. Budapest, 1982 p. 115-128. Beitrag zur Kenntnis der Gattung Nyctophila Olivier, 1884 (Coleoptera, Lampyridae) von M. GEISTHARDT, Wiesbaden Abstract — (Contribution to the knowledge of the genus Nyctophila OLIVIER, 1884, Coleoptera: Lampyridae.) Some species of the systematic difficult genus Nyctophila are revisioned, the following nomenclatorial changes are resulting: Lampyris brullei REICHE 1863 = Nyctophila reichii brullei stat. n. ; Nyctophila bonvouloirii (JACQUELIN DU VAL 1860) is valid ; Lampyris mauritanica OLIVIER 1790 (partim) = Nyctophila confusa nom. n. 4 species and subspecies are described: TV. confusa variata ssp. n. with the 2 varieties var. carinata nov. and var. rufibasis nov. N. confusa pygidialis ssp. n. ; N. anatolica sp. n. ; TV. incognita sp. n. It is pointed out, that N. reichii (JACQUELIN DU VAL, 1859) and TV. heydeni (OLIVIER, 1884)are — in contrast to earlier reports — no part of the northafrican fauna. With 56 figures. Innerhalb der Gattung Lampyris (auct.) weist der Hinterrand des letzten sichtbaren Abdominalsternits unterschiedliche Ausbildungsform auf. Er kann leicht gerundet, gerade abgestutzt, median mehr oder weniger deutlich tief eingeschnitten oder aber in einen media­nen Fortsatz ausgezogen sein. Arten mit einem Fortsatz am letzten Sternit trennte OLIVIER (1884) von Lampyris und stellte sie in die von ihm begründete Gattung Nyctophila. Als Typusart setzte er Lampyris reichii JACQUELIN DU VAL 1859 fest (Abeille, 22, Notes complémentaires p. 1). Die sekundäre Festlegung von Lamprotomus caucasicus MOTSCHULSKY 1854 als Typusart durch Mc­DERMOTT (1964) ist daher ungültig. Es kann bezweifelt werden, ob allein das Vorhandensein eines Fortsatzes am letzten Sternit geeignet ist, die Gattung Nyctophila zu begründen, zumal bei Nyctophila molesta (JACQ. DU V. 1860) dieser Fortsatz sehr klein und häufig kaum kenntlich ist und somit einen Übergang zu Lampyris vermittelt. Solange aber eine Revision der Gattung Lampyris noch aussteht, kann nicht entschieden werden, ob die Gattung Nyctophila wieder ein gezogen werden muss. Daher — und auch aus praktischen Gründen — scheint es zweckmässig, vorerst der Ansicht von OLIVIER ZU folgen und die Ausbildung eines Fortsatzes am letzten Abdominal­sternit als Gattungsmerkmal zu werten. Zuletzt unternahm OLIVIER (1884) den Versuch, die Kenntnisse über die europäischen, kleinasiatischen und nordafrikanischen Lampyris- und Nyctophila-Arten in einer Revision zusammenzufassen. Aber auch OLIVIER, der profunde Kenner der Lampyridae, konnte nicht den Status aller Arten klären, und so überschrieb er seine Arbeit mit „Essai d'une Révision". (Die Arbeiten späterer Autoren sind im Prinzip lediglich Umsetzungen bzw. Umformulie­rungen der OLiviERschen Revision und erweitern somit den Kenntnisstand in keiner Weise). In seiner Tabelle führt OLIVIER (1884) 8 Nyctophila-Arten auf, von denen 6 eingehender beschrieben werden, MCDERMOTT (1966) verzeichnet 10 paläarktische und 2 äthiopische Arten. Die 2 äthiopischen Arten sind N. conspicua (GYLLENHAL 1817) (Südafrika, Kap­Region) und A^. fuscipennis (GUERIN-MENEVILLE 1847) (Äthiopien). Im Verlauf der Studien konnten einige als N. conspicua anzusprechende Exemplare sowie 1 Exemplar einer noch unbeschriebenen Nyctophila-Art (Fundortangabe: „Pr.b.sp." = Südafrika?) gesehen werden. Alle diese Exemplare unterscheiden sich von den paläarktischen Arten u.a. durch stark Annls hist.-nat. Mus. natn. hung., 74, 1982 8*

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