Kaszab Zoltán (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 73. (Budapest 1981)

Kaszab, Z.: Faunistische und taxonomische Studien über Meloiden (Coleoptera)

Von allen bis jetzt beschriebenen Arten der Untergattung Micromeloe REITTER, 1911 ist sie wegen der Form des Kopfes und der auffallenden Skulptur der Oberseite eindeutig verschie­den. M. luctuosus BRANDT & ERICHSON, 1832 zwar isodiafnetrisch genetzt, doch glänzend, hat kleine Augen und perlschnurförmige Fühler, ausserdem der Halsschild um vieles breiter; M. uralensis PALLAS, 1773 und M. reitteri ESCHERICH, 1889 besitzen flachen Kopf, breit vorste­hende Schläfen mit auffallenden äusseren Schläfenecken. Bei beiden Arten sind die einzelnen Fühlerglieder gestielt resp. an der Basis und am Ende jedes Glied eingeschnürt. M. terentjevi KASZAB, 1978 hat einen Kopf wie uralensis, aber einen Halsschild mit scharf vorragenden, flachen Vorderecken; M. intermedins ESCHERICH, 1904 besitzt kurze und breite Fühlerglieder, nur das Endglied lang birnförmig, der Kopf an der Stirn leicht, am Scheitel hochgewölbt und der Halsschild der ganzen Scheibe nach dicht punktiert. M. simulons REITTER, 1895 hat dünne Fühler mit gestielten Gliedern, dicht und grob punktierten Kopf und Halsschild; M. cavi­cornis REITTER, 1898 hat wieder kurze Fühler mit dicken Gliedern, bei welchen das Endglied ausgehöhlt ist, ausserdem der Kopf und Halsschild dicht, letzterer gerunzelt punktiert. M. decorus BRANDT & ERICHSON, 1832 ist metallisch, besitzt sehr breite Schläfen, die Scheibe beiderseits und auch der Basis nach und die Mitte des Halsschildes eingedrückt, und schliess­lich M. conradti HEIDEN, 1888 besitzt trapezförmigen, flachen Halsschild, welcher auch an der Basis nicht eingedrückt ist. II. ZWEI NEUE MELÓIDÉN AUS CENTRALAS1 EN Lydulus uzbekistanicus sp. n. (Abb. 11)* Holotypus ? : UdSSR, Uzbekistan, Buchara, 300 m, 29. IV. 1975, leg. RATAJ (im Unga­rischen Naturwissenschaftlichen Museum, Budapest). Der ganze Körper ist einfarbig dunkelblau, nur die fünf letzten Fühlerglieder schwarzbraun und die Palpen schwarz. — Kopf quadratisch, etwas kürzer als an den Augen breit (34:35). Augen vorstehend, von oben gesehen stark gewölbt, bei Seitenansicht oval, nicht nierenförmig. Die Schläfen sind viel schmaler, etwa so lang wie ein Auge. Stirn stärker, Scheitel in der Mitte schwächer gewölbt, Schläfen seitlich breit abgerundet. Die Breite am Hals, die Schläfen an den Hinterecken der Augen, die breiteste Stelle der Augen, die Breite der Stirn und des Clypeus verhalten sich wie 12:32:35:25:18. Oberfläche mit einigen sehr spärlich stehenden groben Punkten, der Grund vorn erloschener, hinten stärker isodiametrisch genetzt und deshalb fettglänzend. — Fühler hintergelegt die Basis des Halsschildes erreichend, die fünf Basalglieder lose gegliedert, das 3. Glied dünn und gestreckt, die 5 letzten Glieder bilden eine geschlossene sehr schmale Keule (Abb. 11). Die Länge der Glieder 1-11 verhält sich wie 11:6:13:7:7:5:6:6:6:6:15 und die Breite wie 6,2:6:5:5,5: -.6:6,5:7:8:8:8:8. — Halsschild kürzer als der Kopf (27:34), kaum breiter als lang (28:27) und schmaler als der Kopf an den Augen (28:35). Vorn der Quere nach und in der Mitte vor der Basis eingedrückt, die Scheibe glatt, seitlich dichter behaart und auch punktiert, die breiteste Stelle vor der Mitte, Seiten nach vorn stärker, nach hinten leichter gebogen verengt. •— Flügeldecken mit stark vortretenden Schulterbeulen, die Breite und Länge verhält sich wie 47:109, viel breiter als der Halsschild (47:28). Die Naht ist vorn scharf begrenzt, Oberfläche erloschen runzelig, mit ein­zelnen, spärlich gestellten gelben Haaren. — Letztes Abdominalsternit beim çf in der Mitte leicht ausgebuchtet. — Beine einfach dünn, Mittelschienen leicht gebogen, die Länge der Vorder-, Mittel- und Hinterschienen verhält sich wie 30:31:40 und die der Vorder-, Mittel- und Hintertarsen wie 22:28:35. Das Endglied der Vorder- und Mitteltarsen viel länger als das Basalglied, dagegen ist das 1. Glied der Hintertarsen länger als das Klauenglied. •— Länge (mit vorgestreck­tam Kopf): 6 mm. Alle Arten der Gattung Lydulus haben rotgelbe Flügeldecken, höchstens mit dunkler Naht. Morphologisch steht sie L. pygmaeus DOKHTOUROFF, 1890 am nächsten, welche Art aber rotgelbe Flügeldecken besitzt, sonst sehr ähnlich. * M. DVOÈAK (briefliche Mitteilung) hielt diese Art als einfarbig blaue Form von L. semipurpurcus REITTER. Diese letztere besitzt aber vollkommen abweichende Skulptur des Kopfes beim d".

Next

/
Thumbnails
Contents