Kaszab Zoltán (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 69. (Budapest 1977)
Dely-Draskovits, Á.: Lasiopleura brevivenosa sp. n. aus der paläarktischen Region (Diptera, Chloropidae)
10. VII. 1906., leg. KERTÉSZ; 1 9 : Kelebia, halastó (= Fischteich), 27. IX. 1962., leg. ZSIRKÓ; 1 9 : Ócsa, Turjáni-erdő, 22. IV. 1953., leg. Soós; 1 9 : Tisza ártere, Hejő-patak, vízparti növényzet ( = Überschwemmungsgebiet der Theiss, Hejő-Bach, Ufervegetation), 7. XI. 1962., leg. S. TÓTH; 1 9 : Tisza ártere, Hejő-patak, 12. V. 1963., leg. S. TÓTH; 1 çf : Zamárdi, Tóköz-puszta, 19. V. 1953., leg. MIHÁLYI; 1 9 : Zamárdi, Töreki-láp, 20. V. 1953., leg. MIHÁLYI; 1 9 : Villa (Spanien), 4. IV. 1893, leg. THALHAMMER. Holotyp und Paratypen befinden sich in dem Ungarischen Naturwissenschaftlichen Museum (Budapest). Trennungsmerkmale der zwei Arten : L. longepilosa STROBL 1. Costalindex: 1,6-1,8. 2. Arista kürzer als die Hälfte der Stirn. 3. Pro- und Mesopleuren in ganzer Ausdehnung und Sternopleuren überwiegend bestäubt. 4. Acrostichalborsten etwa so lang wie Orbitalborsten. 5. Flügel bräunlich. L. brevivenosa sp. n. 1. Costalindex: 1-1,2. 2. Arista länger als die Hälfte der Stirn. 3. Pro- und Mesopleuren überwiegend und Sternopleuren in ganzer Ausdehnung glänzend. 4. Acrostichalborsten kürzer als Orbitalborsten. 5. Flügel farblos. Bemerkungen zur geographischen Verbreitung der beiden Arten Die Merhzahl der Lasiopleura-Arten sind — wie bekannt — in Australien, in der Inselwelt des Pazifischen Gebietes sowie in Nord-Amerika beheimatet. Aus der Paläarktis war bisher — wie bereits erwähnt — nur einzige Art aus der Gattung bekannt: L. longepilosa, die von West-Europa bis zu der Mongolei von zahlreichen Fundorten nachgewiesen werden konnte (STROBL 1893, DUDA 1933, NARTSHUK 1974). Obwohl diese Fliegenart in Ungarn bisher noch nicht gesammelt wurde, ist ein Vorkommen auch in unserem Lande höchst wahrscheinlich, da sie im Karpatenbecken schon an mehreren Stellen angetroffen werden konnte (Tschechoslowakei : Pöstyén ; Rumänien: Lotriora, Mehádia, Szászka). Die Verbreitung der in dieser Arbeit beschriebenen neuen Art : L. brevivenosa scheint — aufgrund der bisher festgestellten Fundorte — nur auf Ungarn und Spanien beschränkt zu sein. Es darf aber angenommen werden, dass sie in den Zwischengebieten überall vorkommt. Sowohl unsere Untersuchungsergebnisse, wie auch die Literaturangaben (siehe oben) beweisen, dass in Europa beide Arten vorkommen. Die Erkundung des Verbreitungsgebietes, das sich auch auf andere Gebiete der Paläarktis erstreckten, muss jedoch noch weiter erforscht werden. Diese Untersuchungen sollen entscheiden, ob die beiden Arten nebeneinander vorkommen oder nicht. Schrifttum BECKER, TH. (1910) : Chloropidae. — Arch. Zool., 10(1): 34-203. DUDA, O. (1933): 61. Chloropidae. —In LINDNER: Die Fliegen derpalaearktischen Region, 6(1): 1-248. MORGE, G. (1974) : Diptera Collectionis P. Gabriel Strobl — V 1 (Die „Typensammlung"). — Beitr. Ent., 24 (Sonderheft): 161-431. (NARTSHUK, E. P.) Hapayn, 9. II. (1974): HoBtie iiaiiHbie no ipayHe 3JiaK0Btix Myx (Diptera, Chloropidae) MoHrojibKoft HapojiHOü PecnyÖJiiiKH. —HacenoMbie Momojiuu, 2: 360-379. STROBL, G. (1893): Neue österreichische Muscidae Acalyptratae. — Wiener Ent. Zeit,., 12: 225-232. Anschrift der Verfasserin: DR. ÁGNES DELY-DRASKOVITS Zoologische Abteilung Ungarisches Naturwissenschaftliches Museum H-1088 Budapest, Baross utca 13 Ungarn