Kaszab Zoltán (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 68. (Budapest 1976)

Tóth, L.: Acrolocha caucasica sp. n. mit einem Bestimmungsschlüssel der paläarktischen Acrolocha-Arten (Coleoptera, Staphylinidae)

ANNALES Tornus 68. HISTORICO-NATURALES MUSET NATIONALES HUNGARICI Budapest 1976. Acrolocha caucasica sp. n. mit einem Bestimmungsschlüssel der paläarktischen Acrolocha­Arten (Coleoptera, Staphylinidae) von L. TÓTH. Budapest Abstract — Description of Acrolocha caucasica sp. n. from the Caucasus (USSR). A key to the five Palearctic species of Acrolocha THOMSON 1858. With 4 figures. Bisher waren 4 paläarktische Arten der Gattung Acrolocha THOMSON 1858 bekannt gewesen. Im Staphyliniden-Material des Ungarischen Naturwissenschaftlichen Museums, Budapest, konnten in der von REITTER stammenden Sammlung unter den als A. sulculus STEPH. bestimmten Tieren 9 Exemplare als Fehlbestimmungen erkannt werden. Eine eingehendere, sich auch auf die Genitalien erstreckende Untersuchung erbrachte den Nachweis, dass sie mit keiner der bisher beschriebenen Arten identifizier bar ist und, dass is sich um eine für die Wissenschaft neue Art handelt, deren Beschreibung nachstehend erfolgen soll. Acrolocha caucasica sp. n. (Abb. 1.) Körperoberfläche trotz der feinen, aber überall deutlich erkennbaren Mikro­skulptur ziemlich glänzend. Kopf, Halsschild und Hinterleib dunkel, pechbraun, beinahe schwarz. Flügeldecken rotbraun. Beine und Mund Werkzeuge gelb, ersten sechs Glieder der Fühler dunkler gelbrot, — Kopf schmäler als Halsschild quer, oberhalb der Augen gemessene grösste Breite so lang wie die Entfernung zwischen Halseinschnürung und Vorderrand. Kopfschild vorne im schmalen Bogen abgerun­det, glänzend, nur einige entferntstehende Punkteinstiche. Durchmesser der Punkte entspricht ungefähr der Hälfte der Ocellendurchmesser. Der punktzwischenräume etwas grösser als die Punkte selbst. Die Punkte werden mit 2, seltener 3 nahezu paralell verlaufenden, eine feine Kritzellinie bildende Mikroskulptur verbunden, die sehr eigentümlich und kennzeichend für die Gattung ist. Diese Mikroskulptur ist auf dem Scheitel in Richtung des Halses sehr dicht, neben dem Innenrand der Augen lederartig gerunzelt verschmolzen, so dass die Punktierung hier kaum zu erkennen ist. Kehlpartie ähnlich wie Vorderbrust und Mittelbrust mit sehr kräfti­ger fast körnelig erscheinender Mikroskulptur versehen, schwach glänzend. Augen seitlich hervorstehend, halbkugelförmig. Oberlippe und Kiefertaster gelb. Ersten sechs Glieder der Fühler dunkler gelbrot. Erstes Glied stark gestreckt, zylind­risch, 2,5-3-mal so lang wie breit. 2. Glied so breit wie L, verkehrt eiförmig. 3. Glied beinahe so lang wie 1. Glied, aber nur halb so breit, vom ersten Drittel aus dem Ansatz zu kräftig, stielförmig verdünnt. 4. und 5. Glied kugelförmig, ungefähr so breit wie lang. 6. Glied etwas schräger und eckiger als die vorherigen, aber nicht breiter als diese. Die 5 letzten Glieder sind schräger und eckiger, keulenförmig abgesondert. Die 7-10. Glieder sind mindestens doppelt so breit wie lang. Das letzte, 11. Glied ist kegelförmig, so breit wie die vorherigen, aber ungefähr anderthalbmal so lang wie breit. — Halsschild schmäler als die Flügeldecken, quer, halb so lang wie breit (16:10). Oberfläche gleichmässig. flach gewölbt, vor den Hinterecken in Form von seichten kaum angedeuteten Grübchen verflacht. Hinterecken abge­rundet, aber deutlich stumpfwinklig. Seiten- und Basalrand schmal, jedoch deut­lich zu erkennen, von der Scheibe linienförmig abgesondert. Vorderrand schmal, schwach angedeutet. In der Mitte der Halsschildscheibe zieht sich eine kaum erkenn­Ann. Hist.-nat. Mus. Nat. Hung., 1976, 68.

Next

/
Thumbnails
Contents