Kaszab Zoltán (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 67. (Budapest 1975)
Hajdu, L.: Neue Taxa und Kombinationen bei den Grünalgen (Chlorophyta) aus Ungarn
Aufgrund morphologischer Ähnlichkeit identifizierte HORTOBÁGYI diesen Mikroorganismus als Siderocelis oblonga. Die dargestellte Alge vermehrt sich aber durch einfache Teilung, anstatt der Autosporenbildung, was bei den Chlorococcalen allgemein üblich ist. Durch diese außergewöhnliche Eigenschaft und der anderen Merkmalen wird die Aufstellung einer neuen Art bzw. einer neuen Gattung begründet. Diese Alge wurde mit gewissem Vorbehalt zur jetzigen systematischen Stelle, d. h. in die Familie Coccomyxaceae eingereiht. Die Verschleimung der Zellwand ist für Hortobagyiella nicht charakteristisch, die warzen an der Zellwand, hervorgerufen durch Eiseninkrustation (Berliner-blau Reaktion: + ), sind dagegen dieser Familie fremd. Die Probe bzw. das Typenmaterial ist nunmehr 20 Jahre alt und wurde wahrscheinlich eine Weile dem Licht ausgesetzt, infolge dessen ist es schlecht erhalten. Die Innenstruktur ist kaum zu sehen, so beruht die Beschreibung hauptsächlich auf den ursprünglichen Beobachtungen von HORTOBÁGYI. Jod färbt das in den Zellen manchmal wahrnehmbare Körnchen dunkel, lässt sich aber mit einem Pyrenoid nicht eindeutig identifizieren. In beschränkter Menge steht Typenmaterial im Museum zur Verfügung. Spirogyra kolae sp. n. (Abb. 1) Crassitudo filementi est 90—110 /tm, pro cellulis 7—-9 plastis, pyrenoid opertum est cum granis reniformibus amyli. Membranae transversales non habent rugas. Cellulae fertiles inflatae sunt, cellulae ambae aequali modo educunt canalem copulationis. Spora est globosa cum 48—75 u.m diametro, raro paulisper elliptica, 45—62x51—77 u,m. Mesosporium est leve. De ERZSÉBET KOL nominata est. Abb. 1. Spirogyra kolae sp. n., kopulierende Fäden. — Abb. 2. Ein an Spirogyra kolae schmarotzender Pilz. — Abb. 3. Siderocelis minutissimus f. bicassidata f. n. — Abb. 4. Chlorogonium elongatum var. plurivacuolatum f. major f. n.