Kaszab Zoltán (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 66. (Budapest 1974)
Varga, Z.: Hadeninae (Lepidoptera, Noctuidae) aus der Mongolei
um, Budapest, in der TßEiTSCHKE-Kollektion), besitzt eine sehr interessante, stark disjungierte Verbreitung mit mehreren isolierten geographischen Rassen, die aber z. T. noch nicht beschrieben sind. Aus den europäischen Hochgebirgen wurden die Unterarten P. Serratilinea heinrichi SCHAWERDA (Digne) bzw. helvetica SCHAW. (Zermatt), weiter P. Serratilinea kovatschewi DRENOVSKY (Ali-Botus) beschrieben. Zu letzterer Form steht eine neue geographische Rasse (P. Serratilinea pinkeri ssp. n.) aus Erdshias-Dagh ziemlich nahe. Im östlichen Paläarktis kommen auch mehrere Formen der Serratilinea vor. Verdunkelte Exemplare liegen uns aus dem Kaukasus-Räume bzw. aus Transkaukasien vor (Zool. Mus. Univ. Kiev: Kislowodsk, Armenia: Alagäz Mts.; Zool. Staatssamml. München: Daghestan, Kurusch Mts.). Die Exemplare aus N-Iran (Elburs Mts.) bzw. aus N-Afghanistan fallen durch ihre erhebliche Größe auf. Die von dem S-Uralgebiet (Guberla) durch Turgaj-Landrükken (Mts. Sar-saj bzw. Bek-tubaj) bis Ost-Turkestan (Issyk-Kul, Naryn, Iii-Gebiet, Umgb. Dzharkent, Aksu, Juldus usw.) vorkommenden Populationen können der Unterart spalax ALPHERAKY (1887, Stettiner Ent. Ztg., 48: 168, Mamestra, Typenfundort Aram-Kungaj im Transalaj-Geb.) zugezählt werden, die aufgrund der Untersuchung vieler Exemplare von den obengenannten Fundorten auch als eine recht große, kontrastarm gefärbte, helle Form gilt. Die in den Gebirgsstej3pen-Gegenden der Mongolei erbeuteten Exemplare lassen sich durch ihre geringere Größe (Vfl. 17,5—20 mm; bei spalax 22—24,5 mm) und durch ihre dunklere gelbgraue Grundfarbe, sowie apical weniger verlängerte (gedrungene) Flügelform von P. spalax recht eindeutig unterscheiden und zeigen gewisse Ähnlichkeit zur Rasse helvetica SCHAW., die gleichfalls eine Höhenform darstellt. Auch die Genitaluntersuchung der verschiedenen Formen, die stufenartige Differenzen in der spezialisierten, gabelförmigen Ausbildung des Sacculus-Forsatzes der rechten Valve aufweisen (Abb. 11), spricht für die Berechtigung einer subspezifischen Gliederung der östlichen Formen der P. Serratilinea TR. Abb. 11. Vergleich der Sacculusfortsätze der verschiedenen Subspecies der Polia serratilinea TR. (oben rechte, unten linke). Die Fundorte der Exemplare von links nach rechts: a) Mödling bei Wien (Nominatform, Topotypoid), b) Daghestan: Kurusch dagh, c) Anatolien : Ercyas dagh (Paratyp. der P. s. pinkeri ssp. n.), d) N-lran : Elbrus-Gebirge, e) NO-Afghanistan: Badakhshan, f) Karakorum, g) Sow j.-Turkestan : Semirecje, h) Mongolia: Gobi Altaj aimak, Chasagt Chajchran ul (Paratypus der P. Serratilinea eremorealis ssp. n.).