Kaszab Zoltán (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 64. (Budapest 1972)

Zicsi, A.: Zoological collectings by the Hungarian Natural History Museum in Korea 7. Eiseniella koreana eine neue Regenwurm-Art (Oligochaeta: Lumbricidae) aus Korea

ausgelöscht. Spermatophoren auf Intersegmentalfiirche 22/23 beiderseits vorhan­den. Gürtel sattelförmig vom 25.-31. Segment. Pubertätsstreifen vom 27-29. Seg­ment. Innere Organistation : Etwas verstärkte Dissepimente im 6/7—10/11. und 12/13 -14/15. Segment. Letztes Herzpaar im 11. Segment. Kalkdrüsen mit schwach erhabenen Aus Wölbungen im 11. u. 12. Segment. Testikelblasen fehlen, Hoden und Samentrichter frei. 4 Paar Samensäcke im 9.-12. Segment. Samensäcke des 10. Segmentes äußerst klein. 2 Paar Samentaschen im 9. und 10. Segment, große ku­gelige Ausbildungen mit kleinem Stiel, die in den Intersegmentalfurchen 9/10, 10/11, in unmittelbarer Nähe der dorsalen Medianlinie ausmünden. Kropf im 15. und 16. Segment. Muskelmagen im 17. Segment, einen ganz kleinen Teil des 18. Segmentes ebenfalls einnehmend. Typischer Fundort: Holotypus Phyöngjang, im Bachbett hinter dem Zoologischen Garten. 22. V. 1970. leg. Dr. S. MAHUNKA und Dr. II. STEINMANN. Holotypus wird unter Inventarnummer Ei­8 in der Sammlung des Tiersystematischen Institutes der Eötvös L. — Universität, Budapest aufbewahrt. Paratypen: 11 Exemplare Fundort wie beim Holotypus. Paratypen sind ebenfalls in der oben angeführten Sammlung unter Inventar­nummer 7000 registriert. Die neue Art steht zweifellos der von MICHAELSEN (1902) beschriebenen Eisenia kucenkoi am nächsten. Sie unterscheidet sich von ihr allein in der Ausbildung des männlichen Geschlechtsapparates. E. kucenkoi ist nämlich meroandrisch, d. h. es fehlt das zweite Paar der männlichen Geschlechtsorgane aus dem 11. Segment. Durch das Fehlen der Hoden und Samentrichter des 11. Segmentes entbehrt diese Art auch die Samensäcke des 10. und. 12. Segmentes, die von diesem Hodenpaar gespeist werden. Diesen Fall der Meroandrie nennt MICHAELSEN (1902) „proan­drisch", den Fall wo die männlichen Geschlechtsorgane des 10. Segmentes fehlen und dadurch auch die Samensäcke des 9. und 11. Segmentes (Untergattung Octo­drilus) bezeichnet er ,.metandrisch". Im Falle von Eiseniella koreanas}). n. stehen wir der holoandrischen Form gegenüber, bei der beide Hodenpaare und Samentrichter im 10. und 11. Segment vorhanden und auch 4 Paar Samensäcke ausgebildet sind. Bereits MICHAELSEN (1902) weist darauf hin ,,Ich halte es für wahrscheinlich, daß auch für Eisenia kucenkoi die holoandrische Form noch gefunden werden mag". Diesem Fall stehen wir bei Eiseniella koreana sp. nov. gegenüber, wenn auch mehrere 1000 km östlich vom Original — und Wiederfundort der E. kucenkoi (MICHAELSEN, 1902, MALEVIC, 1941). Nahe verwandt ist die neue Art ferner auch mit Eiseniella balatonica POP 1943, von der sie sich nur durch die andersartige Lage des Gürtels unterscheidet. Zweifel­ohne stehen sich diese Arten, sowie Ei. balcanica CERNOSVITOV, 1931, Ei. balcanica f. sineporis OMODEO 1952, Ei. oltenica Por 1938,'.Ei. colchidica PEREL 1967 und Eisenia iikrainae MALEVIC 1950 auf Grund ihrer äußeren und inneren morpholo­gischen Merkmale sehr nahe, so daß ein sicheres Auseinanderbalten dieser Arten beinahe unmölich ist. Mit Sicherheit kann bloß Eisenia iikrainae als Synonym vom Ei. balatonica POP 1943 betrachtet werden.* Keinesfalls gehören die angeführten Arten verschiedenen Gattungen an, wie sie bisher eingereiht wurden. An dieser Stelle muß jedoch erwähnt werden, daß eben durch diese Formen die Trennungs­merkmale der Gattungen Eiseniella und Eisenia so nahe gebracht werden, daß * Für Überlassung von Vergleichmaterial — welches gemeinsam mit Frau Dr. T. S. PEREL überprüft wurde — sowie für wertvolle Hinweise spreche ich Frau Dr. T. S. PEREL auch an dieser Stelle meinen besten Dank aus.

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