Kaszab Zoltán (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 63. (Budapest 1971)
Verseghy, K.: Angaben über den Wasserhaushalt einiger Xerotherm-Erdflechten
Sättigung der Flechten mit dem relativen Dampfspannung der Athmosphäre in Gleichgewicht. Die Art und Geschwindigkeit des Eindringens von tropfbarflüssigem Wasser habe ich auf Schnitten (mit Färbung von schwachgesäuertem Fuchsin) beobachtet. Bei allen Arten hat sich die Rindenschichte in wenigen Sekunden mit Wasser gefüllt (d. h. dunkelrot gefärbt), doch haben die Gonidienschicht und die Säurekristalle auf den Weg des Wassers gegen die Markschicht eine hemmende Wirkung. Die Hyphen der Markschicht waren augensichtlich gequollen, zu ihrer vollständigen Verfärbung war längere Zeit nötig. Cladonia convoluta Lam. (Abb. 5) Für die innere Morphologie des Thallus ist die sehr dünne Gonidienschicht charakteristisch. In der Markschicht sind Flechtensäurekristalle ersichtlich, jedoch nur ganz winzige und nicht in grosser Menge. Eine untere Rindenschicht ist nicht vorhanden. Die Dicke der einzelnen Teile beträgt: Rindenschicht 37—55 (74) u,; Gonidienschicht 18,5—37 (55,5) u.; Markschicht 148—222 u,. Viel charakteristischer als diese Daten ist das Verhältnis der einzelnen Schichten untereinander: 1:0,25/1:2/4 (Rinden-, Gonidien-Markschicht). Cladonia magyarica Vain. (Abb. 6-7) Der Thallus und das Podetium dieser Arten nimmt das Wasser verschiedentlich auf. Der Thallus wird schneller, das Podetium langsamer gesättigt. Für die Struktur des Thallus ist die dicke, jedoch lockere Markschicht charakteristisch, wo sich auch Säurekristalle in nicht zusammenhängender und dünner Schicht befinden. Rindenschicht 37—74 [i; Gonidienschicht 37—74 \x; Markschicht 370— Abb. 5. Cladonia convoluta LAM. Querschnitt