Kaszab Zoltán (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 63. (Budapest 1971)

Verseghy, K.: Angaben über den Wasserhaushalt einiger Xerotherm-Erdflechten

Abb. 3. Wasserdanipfaufnahme bei 70%, 80% und 95% relativem Dampfgehalt zeigt, weisen die angesaugten Wassermengen keine nennenswerte Verschiedenheiten bei 70—80 — und 95% Dampfgehalt auf. Bei 100%-iger rel. Feuchtigkeit saugt die Cl. furcata so am ersten Tag, wie in der Gleichgewichtslage die grösste Wassermenge auf. Es ist sehr interessant, dass die anderen 3 Arten ähnliche Werte zeigen (Abb. 4.). Obzwar sich die Gleichgewichtslage am 6. Tag einstellt, wird dieser Wert schon am zweiten Tag beinahe erreicht. Der Wassergehalt unserer Arten beträgt 45—50%, die Cladonia furcata erreicht jedoch 60—75%. Mit den Vorhergesagten verglichen können wir feststellen, dass unsere Arten lediglich bei 100%-iger rel. Feuchtigkeit eine bedeutendere Menge Wasser aufnehmen. Sie befolgen zwar die Schwankung der rel. Dampfspannung (STOCKER, 1927), doch ist ihr Wassergehalt nur bei 100%-iger rel. Feuchtigkeit bedeutender. Es ist noch nicht bekannt, bei wieviel prozentigern Wassergehalt das Optimum der Assimilation liegt. Mit diesem Problem wollen wir uns später beschäftigen. 3. Anatomische (innere morphologische) Experimente Die bei den einzelnen Arten beobachteten und im Vorgehenden behandelten Verschiedenheiten habe ich versucht, mit morphologischen Untersuchungen anzu­nähern. Der Mechanismus der Wasseraufnahme der Flechten wurde schon des öfteren untersucht. Die Wasserleitfähigkeit der Rindenschichte wurde zuerst von ZTTKAL (1895) erkannt, später wurde sie von SIEVERS (1908) einer Beobachtung unterworfen. GOEBEL (1926) unterscheidet Lufthyphen und Quellhyphen. Die Lufthyphen nehmen kein Wasser auf, oder schwerlich, und nur dann, wenn die umherliegende Flechtensäure entfernt wird. Die Ansaugefähigkeit der Quell­hyphen ist ähnlich, sie liegt jedoch niedriger als die einer strukturlosen Kolloide. GOEBEL hat festgestellt, dass in den Flechten die Leitung von tropfbarflüssigem

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