Kaszab Zoltán (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 63. (Budapest 1971)

Debreczy, Zs. ; Hargitai, L.: Die zönologischen und bodenkundlichen Verhältnisse der xerothermen Eichenwälder des Permer-Rotsteines im Balatonoberland

ehestens auf die Zeit zurückgeführt werden, als der ständig wachsende Nieder­schlag auf die noch offenen Gesellschaften fiel, bzw. auf das Anfangstadium der Waldschliessungen, als die Steppelemente unter der Laubschicht schnell aus­starben und die den Waldboden schützenden mesophilen Krautschicht-Arten zum grössten Teil fehlten. Diese Zeit konnte am Ende der borealen Phase bzw. Anfang der atlantischen Phase (7500—5000) sein. Diese Zeit fällt mit der Expan­sion der submediterranen Eichen-Arten und mit den anderen submediterranen (Orno-Cotinion ) Arten zusammen (ZÓLYOMI 1958, BORHIDI 1962). In der atlan­tischen Phase und der folgenden subborealen Klimaphase (5000—2500) konnten am Megyeberger-Dolomit unbedingt geschlossene Eichenwälder sein, so ist der heute dort herrschende Cotino-Quercetum und Dolomit-Felsenrasen relativ jung und entwickelte sich wahrscheinlich in dem trockener werdenden Klima der sub­atlantischen Phase (2500—). Eine grössere Expansion der xerothermen Rasen­Arten konnte schon nicht eintreten, so konnten die Dolomit-Arten von den nahe­liegenden, mit geschlossenen Wäldern umgebenen Haupt-Dolomit nicht auf den Megyeberger-Dolomit kommen. Die massenhafte Verbreitung der Coronilla emerus konnte annehmbar am Ende der borealen Phase, Anfang der atlantischen Phase geschehen, als buschwald­artige, offene, mit Steppenrasen-Flecken sich abwechselnde Vegetation auch auf den Nordhängen ansiedelten. In den allmählich schliessenden Eichenwäldern, Eichen­Llainbuchenwäldern der humiden Klima-Phasen lebte er weiter, sich vegetativ verbreitend in dem für ihn ungünstigen, kühleren Klima bzw. Mikroklima. In den borealen, wahrscheinlich auch in der boreal-atlantischen Übergangsphase herrschten noch die kalkliebenden Pflanzen. Sie konnten ausser den Kalk- und Dolomit-Gebieten den kalkhaltigen Löss, sogar den Permer-Rotstein erobern, wo diese Elemente auch noch heute, in feuchterem Klima, auf trockenen Südhängen vorkommen. Die acidophylen Arten mussten in diesem Gebiet noch fehlen, da die kalkliebenden Arten der preborealen und dessen vorangehenden Klima in dem borealen Steppenklima völlig verschwinden mussten. Die Hauptzeit des Eindringens der acidophilen Arten am Balatonoberland fällt in den zweiten Teil der atlantischen Phase und in den Anfang der subborealen Phase (2500—800), als sie durch den ausgelaugten Boden der geschlossenen Eichen­wälder, Zerreichen- und Hainbuchen-Wälder bis zur Bergkette des Balatonufers ge­langten. Die mesophylen Gesellschaften mussten in dem humiden, kühleren Klima auch die heutige Orno-Quercetum Zone beherrschen, während die fragmentalen Bestände der genannten Gesellschaft sich auf den flachen Boden der exponierten Südhänge zurückziehen mussten, worauf sich die Elemente der Karstbuchwälder und der heutigen offenen Rasen-Gesellschaften hinüberretteten. Dass die mezo­phylen Eichenwälder bis zur heutigen Orno-Quercetum Zone vordrangen, ist be­wiesen mit je einer am Péter- und Sándor-Berg auf Mergel-Grundgestein-Flecken der Orno-Quercetum Zone gefundenen Standort, wo das gemeinsame Vorkommen der Carex alba und Melampymm pratense, schon 1967 auffiel. Beide Arten sind in den Kalk- und Dolomit-Gebieten des Balatonoberlandes unbekannt. Das heimische Vorkommen der Carex alba beschränkt sich fast ausschliesslich auf die Fago­Orne/u/n-Relict-Gesellschaft (ZÓLYOMI 1958). Diese Flecke habe ich bereits in meiner Doktorarbeit, als Relict-Gesellschaften behandelt. In diesem Jahr habe ich hier eine der typischesten acidophylen Arten, die Veronica officinalis gefunden. Das Eindrigen dieser Arten in die von xerothermen Eichenwäldern beherrschten Gebiete kann man sich nur in den kühleren, humi­deren, gegen subboreal sich neigendes Klima der atlantischen Phase vorstellen.

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