Kaszab Zoltán (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 63. (Budapest 1971)

Debreczy, Zs. ; Hargitai, L.: Die zönologischen und bodenkundlichen Verhältnisse der xerothermen Eichenwälder des Permer-Rotsteines im Balatonoberland

— Der nächste Standort ist weit entfernt, im Bakony er Zádorvár; FELFÖLDY; FEKETE ex verb.). Auf der versauerten Oberfläche ist das Melampyrum praiense massenhaft vorhanden. Diese Art ist abgesehen von diesen Flecken nur am Permer­Rotstein des Balatonoberlandes bekannt. Hier habe ich auch einige Exemplare von Veronica officinalis gefunden (1970), die sonst bis zum Permer-Rotstein völlig fehlt. Diese Erscheinungen, verglichen mit dem Feststellungen von ZÓLYOMI (1958) und JÁRAINÉ-KOMLÓDI (1966—68), die sich vor allen auf palinologische Daten, aber teilweise auch auf floristische Erscheinungen stützen, will ich hier als Beweis der vegetationshistorischen Veränderungen verwenden. Linige floristisehe Erscheinungen und die bedingten postglacialen Veränderungen der Wälder des Balatonoberlandes Solche, die mit Klimaphasen zusammenhängenden bedingten Vegetations­phasen des Kalk- und Dolomit-Gebietes am Balatonoberland, skizzierte ich auf einen idealisierten geologischen Querschnitt (Abb. 8). Nachfolgend gebe ich die Erklärung. Am Balatonoberland konnten sich wenige Arten aus der spätglazialen Zeit (15 000—) erhalten. Bis die abwechslungreicheren geomorphologischen Gegeben­heiten des ungarischen Mittelgebirges das Überretten vieler submediterraner Karst-Rasen Elemente —- unter anderem die endemischen, subendemischen Do­lomit-Arten — ermöglichten (ZÓLYOMI 1958), konnten die niederen (200—300 m hohe), hauptsächlich mit Piakor—Gesteinflächen, bzw. mit Pannon-Pleistozän­Schichten bedeckte Hänge der Berge am Balatonoberland das nicht tun. Sie be­waldeten sich, an doch baumlos-gebliebenen Stellen haben sich die kühl-kontinen­talen Steppen-Elemente, an felsigen Stellen die dealpinen Arten verbreitet. Diese wurden am Anfang der Holozän in den Hintergrund gedrängt, und in der Boreal­Phase verschwanden sie vollständig. In der Boreal-Phase herrschte — ähnlich wie in der ungarischen Tiefebene — ein trockenes, warmes Klima, weil dieses Gebiet unmittelbar mit der im weiteren genannten ungarischen Tiefebene begrenzt ist. Das Verschwinden der geschlosse­nen Wälder, die Entwicklung der offenen Gesellschaften fällt mit der schnelleren Expansion der wärmeliebenden Trockenheit duldenden Steppen- und Felsenrasen­Elementen zusammen (ZÓLYOMI 1958). In dieser Zeit konnten die mesophilen Elemente in einer grösseren Menge nur in der Nähe des Balatonufers, eventuell in der Umgebung des heutigen Kornyi-Sees leben, mangels grösseren fliessenden oder stehenden Wassers. In dieser Klimaphase konnten sich die charakteristischen Dolomit — (Magnesium) — Arten auf unserem Gebiet ansiedeln. Der Schichten­kopf des zwischen Kalkschichten eingeklemmten Megyeberger-Dolomits, welcher der Dolomit der Bergreihe entlang am Balatonufer ist, war in dieser Zeit mit Pannon-Pleistozän-Schichten bedeckt und die angesiedelte Vegetation war vom Löss, und den freiliegenden Kalkstein-Kämmen bestimmt. Damit ist zuerklären, dass vom Megyeberger-Dolomit die Dolomit-Arten fehlen. Auf dem später freiwerden­den Dolomit-Schichtenköpfen zogen sich allmählich die Kalkstein-Felsenrasen­Elemente und bildeten auf den Dolomit-Öden typische Dolomit-Gesellschaften (Crysopogono-Caricetum humilis minuartietosum ) doch ohne die typischen Dolomit­Arten. Die Klimaveränderungen beugen immer der Veränderung der Vegetation vor. Die intensivsten Erosionen, die Erodierung der Deckschichten des Dolomites kann

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