Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 62. (Budapest 1970)

Jánossy, D.: Ein neuer Eomyide (Rodentia, Mammalia) aus dem Ältestpleistozän ("Oberes Villafrankium", Villányium) des Osztramos (Nordostungarn)

Abb. 4. Ochotona sp., linker P 3 (Röhrenbild, von unten); Osztramos, Fundstelle 3. Abb. 5. Estramomys simplex Jánossy 1969, Osztramos, Fundstelle 3. oben Skizze des Gesichtsschädelfragmentes (Rostrinn) von der linken Seite; unten: Skizze der rechten Mandibel von innen (lingual) gesehen gezeichnet und von Frau A. KEREKES in künstlerischer Weise schattiert (siehe Taf. Abb. 1-7). Die Länge von zwei oberen Zahnreihen beträgt 2,65 mm und 2,69 mm, fünf untere Zahnreihen sind 2,89; 2,93; 2,97 und 3,00 mm (2X) lang. Die oberen Zähne dürften folgenderweise charakterisiert werden: Die Kauflächenelemente der P 4 , sowie der M 1 und M 2 sind gegenüber den tertiären Vorfahren dieser Gruppe ganz besonders vereinfacht. Alle drei zeigen unter einander eine ähnliche Struktur. Das übrigens sehr verkürzte Vordereingu­lum („Anteroloph" bei FAHLBUSCH, 1968) ist mit dem durch dem Protoconus und Paraconus gebildeten Quergrat („Protoloph") beinahe verschmolzen und daher ist die Aussensynklinale I. völlig reduziert. Ein einheitlicher, schräggestellter Längsgrat ist zu beobachten (aber eigentlich kein selbständiges Mesoloph), welcher lingual mit dem Pseudypoconus (bei anderen Autoren „Hypoconus") zusam­menschmilzt. Am hinteren Teil des Zahnes bilden Pseudypoconus — Metaconus und Schlusscingulum eine geschlossene Schlinge. Dadurch erhält die Kaufläche der oberen P 4 —Äi 1 —M 2 eine Z-ähnliche Struktur, wie es als eine ferne Konvergenzerschei­nung z. R. bei Ritteneria zu beobachten ist. Ganz besonders reduziert ist der M 3 , hauptsächlich in der hinteren Partie des Zahnes. Der obere Milchzahn (D 4 , siehe Taf. Abb. 7.) ist ähnlich gebaut, wie die Molaren, bloss die Aussensynklinale I. ist sehr breit offen und dadurch ist der Zahn besonders verlängert, ebenso ist die Aussensynklinale III. labial weit offen. Der Aufbau des Zahnes ist dadurch ganz anders, als bei Pseudotheridomys carpathicus, wo die Aussensynklinale I. ganz reduziert und die Aussensynklinale III. immer geschlossen ist (siehe SCHAUB Sí ZAPFE, 1953). Alle oberen Zähne besitzen 3 Wurzeln: eine starke innere und zwei schwächere äussere.

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