Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 58. (Budapest 1966)

Debreczy, Zs.: Die xerotherm Rasen der Péter- und Tamás-Berge bei Balatonarács

ten-Gesellschaften. Ihr Mikroklima ist sehr warm und trocken, demnach werden während der Trockenheitsperiode im Sommer die Rasenarten völlig in den Hinter­grund gedrängt, während [die, die Trockenheit besser ertragenden, Felsenrasen­Elemente in den Vordergrund rücken. Der Boden ist felsiger Skelettboden, bzw. austrocknendes, rohes Dolomit-Geröll. Es war zu beobachten, dass obwohl das hie und da dicke Geröll auch tiefere Bodenschichten zu bedecken vermag, werden die darauf entstandenen Gesellschaften im Vegetationsbild doch von dem obersten kah­len Gestein bestimmt. Abb. 3. Mikroprofil der mosaikartigen Änderungen der Subass. minuartietosum und botriochloeto­sum der Chrysopogono — Caricetum /ramiZiS-Gesellschaft des Péters-Berges. — 1: Humusreicher Rendzina-Boden, 2: An die Oberfläche gekommenes Geröll, 3: Dolomitgestein, 4: botriochloeto­sum, 5: minuartietosum A An der Subassoziation nehmen die Charakter-und die Bromo —Festucion-Arten nach dem Gruppenanteil berechnet mit 24%, zusammen mit den ihr nahestehenden Brometelia- (Bromo-Festucetalia) -Arten aber mit 45% teil. Von ihnen erreichen Fu­mana vulgaris und Thymus praecox einen Konstanzwert V, aber in der grösseren Hälfte der Aufnahmen kommen auch Artemisia alba ssp. saxatilis, Chrysopogon gryllus, Dorycnium germanicum, Minuartia setacea, Teucrium montanum ssp. supinum vor. Auffallend ist die Gegenwart der Art Festuca pollens mit einem kleinen Konstanzwert (I +-!)• Die Festucetalia-Arten erscheinen in der Proportion von 25% und von ihnen kommen nur Potentilla arenaria, Festuca sulcata und Alliumflavum in mehr als in der Hälfte der Aufnahmen vor. Aus den 17% betragenden Festuco — Brometea-Arten können Botriochloa ischae­mum und Satureja acinos hervorgehoben werden, mit der Bemerkung, dass sich die Botriochloa-Art — obwohl sie den Konstanzwert IV erreicht — an der Zusammen­setzung der Subassoziation nur fadenweise beteiligt. Die Moos-Schicht ist im Verhältnis zu den xerothermen Rasen ziemlich reich. Ihre konstanten, subkonstanten Arten sind: Ditrichumflexicaule (IV -j —3), Tortella inclinata (IV -\ —3), Pleurochaete squarrosa (III -)—3), Bryum bicolor (III 4 2), Weisia tortilis (III 1—2). Der Boden, bzw. die Moosrasen sind stellenweise völlig von Flechten bedeckt. Cladonia symphycarpia, Gl. furetata (öfters die var. pinnata ) und Gl. foliacea bilden grosse Massen. Häufig treten noch Toninia coeruleonigricans, Squamaria lentigera, Peltigera rufescens, Cladonia subrangiformis, usw. auf. Unter den drei differenzierten Subassoziationen weist diese die höchste Propor­tion von Arten südlicher Verbreitung (Subm, P-Subm, Subm-Em) auf (36,5%).

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