Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 57. (Budapest 1965)

Bondor, L.: Untersuchung glaukonitischer oligozän Gesteine im Nordöstlichen Mittelgebirge

die Koordination des Aluminiums ansteigt und so wird die Zahl des Aluminiums der Koordination vier in dem im Meer gebildeten Minerals vermindert, aber es besteht die Frage, warum es nicht in Koordination sechs verbleibt. Warum sind Eisen, Magne­sium un Calcium in der Koordination sechs stabiler als Aluminium. Nontronitbildang und zwar die des Feldspats ist im rupelischen wie auch im cattischen Sandstein wahr­nehmbar. Auch hier ist die ähnliche Erscheinung erkennbar, Entfernung von Alu­minium und Einbau von Eisen. Ich bin der Meinung, dass das gemeinsame Auftreten der beiden Mineralien gesetzmässig ist. Die gemeinsame Erscheinung der chloritischen und glaukonitischen Zersetzung des Biotits ist nicht widersprechend, da in Meersedimenten Chlorit und Illit häufig zusammen erscheinen, die Struktur des Glaukonits ist im wesentlichen eine Illitstruk­tur, oder dieser sehr nahe stehend. Letzteres beweist auch die DTA-Kurve. Die Kurve von aus einer glaukonitischen Probe von Istenmezeje ausgewählten kleinen Körnern zeigt bei 100— 150° eine kleine, breite endotherme, bei 550° eine ganz flache und bei 750— 800° eine kleine, aber scharfe endotherme Spitze. Die Kurve des Glaukonits von Eger ist bei 100— 150° mit der obigen identisch, bei 500— 600° erscheint eine grössere, bei 850—900° eine ganz kleine endotherme Spitze. Die erste endotherme Spitze zeigt auf die Entfernung des adsorbierten Wassers, bei 500— 600° wird das Strukturwasser entfernt und bei 750— 900° bricht das Kristall­gitter zusammen. Beide Kurven erinnern an Illit, es ist also eine Illitstruktur, kenn­zeichnend für ein schlecht kristallisiertes Tonmineral. Die Annahme, dass die Glaukonitbildung an kalte Meeresströmungen gebunden wäre, ist nicht stichhaltig. Wir haben unzählige Beweise dafür, dass sich Glaukonit ausgesprochen im Lebensraum der warmwasser Fauna bildet und nicht in deren Aus­sterbenzone. Die grossen foraminiferischen eozän Schichten im Transdanubischen­Mittelgebirge, wie auch die ebenfalls heterosteginen glaukonitischen Mergelschichten des Nordöstlichen-Mittelgebirges widerlegen die Notwendigkeit kalter Strömungen. Auf Grund sämtlicher untersuchten glaukonitischen Gesteine, muss eine etwas reduziertere Umgebung als der Durchschnitt angenommen werden. Die Angaben des amerikanischen Forschers J. F. BÜRST beweisen dasselbe. Sedimentlücken und langsame Sedimentation sind nicht notwendige Bedingun­gen. Es ist unabhängig von der Korngrösse des Sediments und vom Kalkgehalt. Die an Tuffstreuung gebundene Erscheinung ist von Eozän gesetzmässig, die einzige Ausnahme ist der cattische Sandstein. Auf Grund der Röntgenaufnahmen und der chemischen Analyse der untersuch­ten Glaukonite erinnern diese auf einige Seladonite. Die Polemik über Ähnlichkeit bzw. Verschiedenheit von Glaukonit und Seladonit kann noch nicht als abgeschlossen betrachtet werden. In den meisten Mineralogiebüchern treffen wir auf beide verschie­dene Mineralarten, deren Zusammensetzung und physikalischen Eigenschaften mehr oder weniger ähnlich sind. Nach H. STRUNZ ist die chemische Zusammensetzung verschieden, Seladonit ent­hält wenig Aluminium, Glaukonit mehr. P. RAMDOHR hält beide Minerale für solche ähnlicher Zusammensetzung. Nach BERRY und MASON ist die chemische Zusammensetzung und die Struktur gleich, nur die Entstehung ist verschieden. Auf Grund der untersuchten ungarischen Glaukonite halte ich letztere Meinung annehmbar. Die Röntgenaufnahmen beider Minerale zeigen auf im wesentlichen gleiche Struk­tur. Die qualitative und quantitative Änderung der in den einzelnen Positionen des Kristallgitters identischen Typs liegenden Elemente erfordert eine gewisse Änderung der Abmessungen des Gitters.

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