Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 57. (Budapest 1965)

Bondor, L.: Untersuchung glaukonitischer oligozän Gesteine im Nordöstlichen Mittelgebirge

Zur genaueren Feststellung des Denudationsgebietes beabsichtige ich die vielen Orthoklase und weniger Plagioklase auf dem Fedorow-Tisch eingehender zu unter­suchen. Für Sedimentgesteine pflegt man zwar diese Methode nicht zu benützen, aber die grosse Menge und der gute Erhalt ermöglichen die Messung. Auch bei der Auswertung erwarte ich keine besonderen Schwierigkeiten, da die Feldspate schein­bar von keinem sehr heterogenen Gebiete stammen. Auf Grund des stellenweise sehr angereicherten Biotits und Feldspates entstand die Möglichkeit der Tuffstreuung. Dieser widerspricht, dass unter den Biotiten sich keine hexagonalen Kristalle eigener Form befinden und obwohl die Feldspate frisch aussehen nicht automorph sind. Dass die Feldspate aus junger vulkanischer Tätigkeit stammen, schliesst das häufige Vorkommen des Mikroklins aus. Die mineralische Zusammensetzung weist also auf ein nahes, vorherrschend metamorphes Denudations­gebiet. Das makroskopisch oft stark grün, feucht grasgrün erscheinende Gestein liefert als Schlämmrückstand maximal 20% Glaukonitgehalt, der Glaukonitgehalt des Gesteins ist also geringer, im Durchschnitt 8— 12%, stellenweise ist der Glaukonit­gehalt nur 2%. Neben dem Glaukonit befinden sich noch viele grüne Körner. (Abb. 1.) Äusserlich sind die Glaukonitkörner zweierlei. Die eine Art ist dunkelgrün oder smaragdgrün, rundliches Korn mit glänzender Oberfläche, oftmals mit dünnen weissen Einschnitten. Auf der Oberfläche befinden sich häufig winzige Löcher, in denen manchmal Glimmerfasern bemerkbar sind. Die Körner kann man leicht in blättrige Teilchen zerdrücken. Die zweite Art ist lichtgrün, von erdigerem, tonmineralischerem Äusseren. Hier sind die Glimmerfasern in den oberflächlichen Mulden noch auffallender. Das spe­zifische Gewicht wechselt zwischen weiten Grenzen, von 2,7 g/cm 3 bis über 2,89 g/cm 3 , demnach gelang die Differenzierung nach dem spezifischem Gewicht nicht. Die Lichtbrechung liegt zwischen 1,618 und 1,630. Da eine Mengenpolarisation besteht, konnte weder eine genaue Doppelbrechung, noch Achsenwinkelbestimmung ausgeführt werden. (Abb. 2.) Bei der Mengenbestimmung von Biotit, Chlorit und Glaukonit ist das Abzählen der Körner sehr schwierig, da der Übergang zwischen den drei Mineralien sehr häufig ist. Frisch aussehender Biotit ist gering, die meisten Biotitkörner stellen irgendein Umwandlungsstadium zur Bildung von Chlorit oder Glaukonit vor. Die FJmwandlung des Biotits in Glaukonit kann in folgenderweise zusammengefasst werden : 1. Das Ausgangsmaterial ist braun, rotbrauner Biotit mit sekundärer Inter­ferenzfarbe, scharfem Achsenbild mit ganz kleinem Achsenwinkel, beinahe einachsig. 2. Aus diesem entsteht grüner, blättriger Biotit mit sekundärer Interferenz­farbe, und dem obigen ähnlichem Achsenbild. 3. Des weiteren beginnt das grüne, blättrige Korn zu quellen und es beginnt längs der Risse zwischen den Blättchen, wie auch an der Oberfläche, die tonminera­lische Zersetzung. Eine häufige Erscheinung ist bei der Quellung des grünen blättri­gen Biotits, dass der Glimmer in kleinen Flecken verbleibt, hier ist die Quellung kleiner und so entstehen auf dem Glaukonit die oberflächlichen Vertiefungen, die Glimmer enthalten. 4. Das letzte Stadium ist die Bildung von mengenpolarisierenden, rundlichen Glaukonitkörnern. Die optischen Eigenschaften sind vom Mass der Umwandlung abhängig. Je stärker die Quellung, um so blasser, verschwommener ist das Achsenbild und die

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