Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 57. (Budapest 1965)
Kopek, G. ; Kecskeméti, T.: Oberlutetische Transgression im nordöstlichen Bakony-Gebirge
sierbare Stufe — grösstenteils mit transgressivem Charakter — ist in der mediterranen Hegion des europäischen Eozäns und sogar im Gebiete Asiens und Nordafrikas weit verbreitet. Laut der Meinung der entscheidenden Mehrheit der Stratigraphen, charakterisieren die erwähnten Arten den oberen Teil des mittleren Eozäns (lutetische Stufe = Auversien, Auversiano). Unlängst wurden von L. HOTTINGER und H. SCHAUB (1960) die Schichten mit N. brongniarti, N. perforatus typus usw. aus der lutetischen Stufe herausgehoben und wurden als korrespondierendes Glied des italienischen „Auversiano" (im Sinne von FABIANI), sowie des apliner „Auversien" (nach J. BOUSSAC), auf Grund des biarritzer Stratotypes, als neue Stufe eingefügt, zwischen dem solchermassen verjüngten lutetischen und obereozänen Ledien, mit der Benennung Biarritzer Stufe. Die genannten Autoren geben die Gesetzmässigkeiten der neuen Stufe im folgenden an : ihren Behauptungen gemäss deutet die untere Grenze das Aussterben folgender Arten an: N. aturicus, N. meneghini, N. carpenteri, N. millecaput, Assilina exponens, Ass. spira; die obere Grenze kann ausser der Art N. striatus durch die charakteristischen biarritzer Formen und allgemein durch das Verschwinden der grossen Nummuliten, sowie des Genus Alveolina s. str. gekennzeichnet werden. Als neue Formen erscheinen an der Grenze Biarritzien-Obereozän N. garnieri, N. fabianii und die kleinen radialen Nummulites-Arten ohne Pfeiler. Als charakteristische Grossforaminiferen der neuen Stufe werden von ihnen die folgenden betrachtet; N. brongniarti, N. puschi, N. perforatus typus, N. cf. discorbinus, N. beaumonti, N. lyelli, Ah. elongata, Ah. fragilis und Ah. fusiformis. Die bakonyer Schichtserie mit N. brongniarti und N. perforatus typus dürfte in gewisser Hinsicht mit der von den genannten Schweitzer Autoren bekanntgemachten „biarritzer" Schichtreihe verglichen werden: dieser Vergleich ergibt gewisse Ähnlichkeiten, gleichzeitig aber recht bedeutende Unterschiede, die die Berechtigung der Aufstellung der genannten Stufe in Zweifel zu ziehen scheinen. Die Ähnlichkeiten sind die folgenden : 1. Die Schichtserie ist auch im Bakony-Gebirge transgressiven Charakters. 2. Die kennzeichnenden Arten des Niveaus der Schichtreihe sind grösstenteil dieselben. Es dürften die folgenden Verschiedenheiten behauptet werden ; 1. Die Transgression südwestlichen Ursprunges setzt auf dem Gebiete des Bakony-Gebirges in zwei Phasen ein. Die erste Phase prägt sich im südöstlichen Bakony gebirge in marinen Ablagerungen (Ah. elongata, N. perforatus, N. striatus, Ass. spira), im nordöstlichen Teil des Gebirges in brackischen braunkohlenführenden Schichten aus (Brachyodontes corrugatus, Anomia gregaria, Ampullina perusta, aber diesen Schichten gehört auch der brackische Teil der sog. „fornaer Fauna" zu). Die zweite Phase resultierte in kontinuierlicher Sedimentation, aber mit bezeichnend starkem Oszillations-Charakter (neben Erosionsdiskordanzen von lokalem Gepräge) im südwestlichen Bakony-Gebirge mergelige Kalksteine (N. perforatus, N. millecaput, Ass. exponens, Tubulostium spirulaeum) , im nordöstlichen Gebirge entstanden dagegen Mergel, Kalke, Tonmergel und klastische kalkige Ablagerungen (N. perforatus, N. aturicus, N. brongniarti, N. puschi, N. millecaput, N. striatus, N. discorbinus und Ah. fusiformis). Es soll besonders hervorgehoben werden, dass an der Grenze des südwestlichen und nordöstlichen Bakonys (Umgebung von Pénzesgyőr und Hárskút) die N. brongniarti stellvertretende Art N. puschi, zusammen mit Assilina spira auch im liegenden der Schichten mit A T . perforatus und N. puschi vorkommt, 2. Wie aus den obigen hervorgeht, konnte also zusammen mit den charakteristi-