Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)

Báldi, T.: Die oberoligozäne Molluskenfauna von Törökbálint

DIE OBEROLIGOZ ÄNE MOLLUSKENFAUNA VON TÖRÖKBÁLINT 77 Verbreitung : Diese Unterart war bis jetzt ausschliesslich aus dem Oberoligozän des Adour—Beckens (Saint Etienne-d'Orthe) bekannt. Wahr­scheinlich wird sie in der Paratethys auch noch in anderen Fundorten nach­gewiesen werden. Cardita (Cyclocardia) orbicularis subparvocostata n. subsp. (T. II, fig. 6—8, 11.) Diagnose : Die kleine, gewölbte, dicke, abgerundete Klappe besitzt an der Oberfläche 12- 16 radiale Rippen, die in konzentrische Ringe gegliedert sind. Im allgemeinen übertrifft die Breite der Rippen etwas die der Zwischen­räume. Der 2. Kardinalzahn der linken Klappe ist in der anterioralen Richtung stark verlängert. Locus typicus: Törökbálint (T 2). Stratum t y p i c u m : Oberoligozän. Derivat i o Hominis: Nach der Aehnlichkeit mit C. parvocostata HÖLZL, 1962. Material : Iiolotypus: (T. II, fig. 8), Geo — Paläontologische Abteilung des Naturhistorischen Museums. Inventar-Nr.: M 62/9328. Paratypen: (T. II, fig. 6-7), Inventar-Nr.: M 62/9329. Topohyle: 24 (T2), 14 (S), 6 (HN). Masse des Holotypus. D. u. v. = 8,2 mm; D. a. p. = 8.0 mm; Conv. = 2,7 mm. Bemerkungen : Diese L Tnterart ist als ein Übergang zwischen C. orbicularis SOWERBY, 1825 und C. parvocostata HÖLZL, 1962 zu betrachten. Die Klappen sind mehr gewölbt als bei C. orbicularis (Konv.-Index = 33—40), die Lunula ist breiter, auch die Rippen sind breiter und ihre Anzahl geringer (durch­schnittlich 13—14 im Gegensatz zu 16—18 oder darüber bei C. orbicularis), der 2. Kardinalzahn der linken Klappe ist anterioral stark verlängert. Auf Grund eines reichen Vergleichsmaterials von Doberg und dem Niederrhein konnte ich beobachten, dass diese Unterschiede noch klarer zum Vorschein kommen im Vergleich zu C. orbicularis tuberculata MÜNSTER in GOLDFUSS, 1837 (= C. gros­secoslata KOENEN, 1884). Die neue Unterart steht auch C. parvocostata sehr nahe, von der sie sich durch die etwas längere Klappe und etwas grössere Anzahl der Rippen unterscheidet. Die mediterrane Form C. laurac BRONGNIART, 1823 ist grösser und noch mehr gewölbt. Verbreitung : Die Unterart ist bis jetzt nur von Törökbálint be­kannt. Die ihr sehr nahe stehenden übrigen Unterarten von C. orbicularis sind besonders im N jrdseebecken verbreitete, persistente, oligozän-miozäne Formen. Aus dem tieferen Oligozän sind sie in der S-Sowjetunion sowie im „Kisceller Ton", aus dem Oberoligozän und Untermiozän der Paratethys in Südbayern bekannt. Polymcsoda convexa (BRONGNIART, 1811) s. 1. Polgmesoda convexa BRONGNT. —HÖLZL (1962, p. 68, cum syn.) Material: 2 (S). Bemerkungen: In der marinen Fauna von Törökbálint ist die Form nur durch 2 Steinkerne vertreten. Verbreitung: Vom mittleren Oligozän bis zum Ende des Unter­miozäns, hauptsächlich in den brackischen Bildungen der Paratethys und des Nordseebeckens ist diese Art sehr häufig.

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