Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)
Andreánszky, G.: Ergänzungen zur Kenntnis der sarmatischen Flora Ungarns II.
ERGÄNZUNGEN ZUR KENNTNIS DER S A RM ATIS CHEN FLORA UNGARNS II. 39 Celastrophyllum maytenoides Ë. KOVÁCS . — Neu für Mikófalva. Mit diesen Angaben erhöhte sich die Zahl der aus Mikófalva bekannten Arten auf 95 wozu noch 10 Arten von Baumstämmen kommen. Die Artenliste von Sály wird mit den hier angeführten Neuangaben um 11 Arten erhöht, umfasst also nun 109. Die Zahl der aus Dédestapolcsány, Fundort Halabuka bekannt gewordenen Arten beläuft nach den neueren Funden auf 19. Für die Wissenschaft neu sind folgende Arten: Populus palaeopruinosa n. sp. aus Dédestapolcsány, Gulyadéllő Ficus palaeocuspidata n. sp. aus Mikófalva Ulmus orbicularis n. sp. aus Bükkmogyorósd, Baglyasgödör Acer bicorne n. sp. aus Mikófalva und Alangium hungaricum n. sp. aus Dédestapolcsány, Gulyadéllő. Neue Varietät: Zelkova ungeri Kov. var. ulmoid.es n. var. aus Dédestapolcsány, Gulyadéllő. Als für das ungarische Sarmat neu erwiesen sich die Arten: Salix media A. BR. aus Mocsolyamál und Ficus multinervis HEER aus Diósgyőr, Nagybakos. Die neuen Fundorte Bei der Besprechung der neuen sarmatischen Fundorte die sämtlich in dem das Biikk-Gebirge von Westen und vom Nordosten umgebenden Hügelland liegen, folgen wir die vermutliche Stratigraphie und beschränken uns auf das unentbehrlichste. Eine eingehende Analyse der neuen Floren ist einer späteren Studie vorbehalten. Wir führen die bisher festgestellte Individuenzahl der einzelnen Arten darum an, dass wir über die Mengenverhältnisse eine gewisse Orientierung geben. Fundort Bagolyvölgy hei Egerszólát Die Gemeinde Egerszólát liegt in Luftlinie etwa 8 km westlich der Stadt Eger in einem hügeligen Gelände. Wenn wir von der Mitte des Dorfes gegen Westen die letzten Häuser verlassen, geraten wir in eine untiefe Mulde, die unter dem Namen Bagolyvölgy (Eulental) bekannt ist. Etwa 1000 Schritte vom Westrand des Dorfes steht im Talgrund ein Galgenbrunnen. Im Tal fliesst nur bei Regenzeiten Wasser. Eine gewisse Strecke vor diesem Brunnen, an der rechten Seite der Mulde ist mehrerorts ein pflanzenführender Sandstein aufgedeckt. Hier sind die Abdrücke ziemlich häufig aber nur von mittelmässiger Erhaltung. Die Schicht kann bis zum Brunnen verfolgt werden. Oberhalb, d. h. westlich vom Brunnen, tritt dann dieselbe Schicht an der linken Seite der Mulde zutage. Oberhalb der Sandsteinschicht liegt hier eine Mergelbank, auch mit Pflanzenabdrücken, in deren Hangendem eine Rhyolittuffschicht entwickelt ist, mit besser erhaltenen Pflanzenresten. Der Fundort wurde 1961 von F. LEGÁNYI und M. ROZSNYÓI entdeckt und bis zu einem gewissen Grad ausgebeutet. Verfasser besuchte den Fundort im Herbst 1962. Die bisher bestimmten Pflanzenarten sind auf die einzelnen Schichten verteilt die folgenden (Sandstein = S; Mergel = M; Rhyolit = R): Plalanus aceroides GOEPP , S 6, M 15, R 31 ; Liquidamber europaea A. BR . S 11 ; Betula sp. S 1; Betula cf. lenta L. S 1 ; Alnus nógrádensis VARGA S 1; Carpinus grandis UNG. S 1, R 1; Fagus cf. grandifolia EHRH. S 2, R 1 ; Fagus cf. orientális LIPSKY S 1; Quercus pontica miocenica KUBÁT S 2; Pterocarya denticulata (O. WEB.) HEER S 1, R 1 ; Ficus tiliaefolia (A. BR.) HEER S 3; Ulmus so. R 2; Ulmus longifolia UNG. S 3; Acer tataricoides ANDREÄNSZKY (Taf. V, Fig. 3, Abb. 11) S 1; Acer scct. Palmata S 2; Monopleurophyllum hungaricum ANDREÁNSZKY R 3; Cornus cf. sanguinea L, R 1.