Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)
Bondor, L.: Mineralogisch-petrographische Untersuchungen der Oligozän-Schichten in der Umgebung von Budafok und Törökbálint
MINERA LOGISCH-PETROGRAPH ISCHE UNTERSUCHUNGEN 27 scheinlich, dass letzteres aus dem Gebirge Velence, beziehungsweise dessen Fortsetzung auf der Erdoberfläche herstammt. A. VENDL nimmt auf Grund der Mineralzusammensetzung des Tones aus Kiscell das Abtragungsgebiet an der Stelle des Beckens von Zsámbék an (4). Unter den Mineralien des Tones aus Kiscell sind tatsächlich viele magmatischen Ursprungs, so dass es für möglich erscheint, dass die mittleren Oligozäntrümmer aus dem Velence-Gebirge, und aus der östlichen Fortsetzung der dieses Gebirge umgebenden epimetamorphen Gesteine auf der Erdoberfläche stammen. K. I. SZTRÓKAY vertritt ähnlich wie A. VENDL bei der Untersuchung des Tones aus Kiscell die Auffassung, dass ein Teil der Mineralien des noch älteren Budaer Mergels aus den Gesteinen von der Erdoberfläche an der Stelle des Beckens Zsámbék-Bia stammt und hält den Straurolith, Tremolith und Disthen hingegen für Verwitterungsprodukte solcher metamorpher Gesteine die in der Umgebung unbekannt sind (3). Die grossen Granitplutonmassen des heute bereits denudierten VelenceGebirges dürften unbedingt stärker metamorphisierte Gesteine z. B. Gneis, Glimmerschiefer usw. zustandegebracht haben. Diese über dem Granit gelegene — stark metamorphisierte Zone wurde denudiert, — woraus die der Untersuchung unterzogenen Trümmer herrühren dürften, — und ist am Rande des Gebirges entlang der Verwerfungen herabgesunken. Dies wird durch den mit dem Granit tektonisch in Berührung stehenden Phillit und Quarzit, welche als der Oberteil einer stärker metamorphisierter Serie betrachtet werden können bestätigt. Dagegen sprechen jedoch zwei Argumente. Laut des einen ist es, soweit in den jungen Sedimenten des Miozäns noch Mineralien dieser Herkunft vorkommen, unwahrscheinlich, dass die Mezozone und der Grossteil des Granits seitdem die Denudation erlitt. Die am nördlichen Teil des Gebirges vorfindbaren eozänen Sedimente und die Erstarrung des zur Erdoberfläche nahen eozänen Amphiboladezits weisen darauf hin, dass die Denudation des Gebirges im wesentlichen Teil bereits vor dem Eozän stattfand. Das zweite Argument besagt, dass neben den Mineralien des Sandes auch in dem Kiesmaterial des groben Trümmergesteins derartige Gesteine enthalten sein müssten. Die Schwermineralien der aus dem Ober-Oligozän und dem Unter-Miozän untersuchten Gesteinproben können keineswegs von dem sauermagmatischen Granit-, beziehungsweise dem den Granit umgebenden Phillit- und Quarzitgebiet stammen. Die Mineralien weisen mindestens auf Gesteine der Mezozone hin. Der Zoizit hingegen entsteht ausserdem bei der Metamorphose basischer Gesteine. Unter Berücksichtigung des Umstandes dass in der weiteren Umgebung von Budapest metamorphe Mezozonen- Gesteine auch aus Tiefbohrungen nicht bekannt sind, werden gemäss unserer heutigen Kenntnisse diese Minerale als von Norden aus dem slovakischen Erz-Gebirge stammend betrachtet. Uns scheint es darin Trümmer von Gneis, Glimmerschiefer, Amphibolit und Amphibolschiefer erkennen zu können. Der Unterschied zwischen den beiden Gruppen weist darauf hin, dass sich am Ende des Oligozäns das Abtragungsgebiet verändert hat, d. h. sich urgeographische Änderungen im Transportweg vollzogen haben, da sich die beiden Mineralbilder wesentlich von einander unterscheiden. Diese Änderung stimmt mit der durch die Fauna nachweisbaren Oligozän-Miozängrenze nicht genau überein, sondern liegt um einige Meter tiefer. Auf Grund der Kornzusammensetzung haben sich diese Trümmer in den Ufer nahen, jedoch ruhigen Wassern abgesetzt. In den Proben 3 und 4 ist auf