Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)

Bondor, L.: Mineralogisch-petrographische Untersuchungen der Oligozän-Schichten in der Umgebung von Budafok und Törökbálint

MINERALOGISCH-PETROGRAPH ISCHE UNTERSUCHUNGEN 25 Mineralien bestehen aus stark abgewetztem Quarz aus Muskovit in bedeutenden und aus Feldspat in geringeren Mengen. Die 4. Probe stammt aus dem oberen Oligozän aus dem Aufschluss des Berges „Pacsirtahegy" in Budafok. Unter den Schwermineralien der Limonit­Sandsteine ist der rötlichbraune abgewetzte Granat vorherrschend. Epigenkar­bonat ist auch in grossen Mengen vorhanden. Der abgewetzte Magnetit kommt in verschwindend geringen Mengen vor. Neben dem stark pleokroitisch idio­morphen Turmalin ist auch Chlorit, Disthen wenig Amphibol und auffal­lend viel abgerundeter Rutil vorfindbar. Zoizit kommt gleichfalls in grossen Mengen vor. Die Mehrzahl der leichten Mineralien besteht aus abgewetztem Quarz. Die 5. Probe stammt aus den unteren Miozän-Schichten des Berges „Pa­csirtahegy " in Budafok. Die Mehrzahl der Schwermineralien des sandigen Limo­nit-Tones ist Epigenkarbonat. Zoizit und Disthen kommen in geringeren, ab­gewetzter Granat in grösseren Mengen vor. Der in bedeutenden Mengen vorlie­gende Chlorit enthält Magnetit-Einschlüsse. An dem einen Epidot-Fragment kann weiterer Anwuchs festgestellt werden. Der Staurolith weist muscheligen Bruch auf. Neben magmatischem und metamorphen Quarz kommt viel Musko­vit vor. Die 6. Probe stammt aus dem Miozän Aufschluss der Kiesgrube des Berges „Kereszthegy" in Budafok. Unter den Schwermineralien der kiesigen Sandsteine ist der rotbraune, stellenweise erkennbar rombdodekaederförmige Granat vorherr­schend. An den Rändern einzelner Körner ist eine epigene Weiterbildung er­kennbar. Neben wenig Magnetit, Turmalin, Epidot, Zirkon, Chlorit Amphibol und Augit kann mehr Disthen und viel Zoizit beobachtet werden. Der Disthen ist gemäss Fläche (100) tafelartig, und zeigt recht gut die Spaltung nach (010) und (001). Der abgewetzte jedoch zuweilen erkennbar stängelige Rutil tritt häufig mit Magnetit verwachsen auf. Gemäss den Schwermineralien sind zwei scharf unterscheid bare (separier­bare) Entwicklungen ersichtlich. In der 1. und 2. Probe ist der Amphibol vorherrschend. Auf Grund cles frischen grünen Amphibols könnte man an eine Tuffstreuung denken. Es ist jedoch interessant, class der mengenmässig bedeutende, dem Ursprung nach charakteristisch metamorphe Glaukophan nur in diesen beiden Proben vor­kommt. Es scheint wahrscheinlich, class der zusammen vorkommende grüne Amphibol, braune Amphibol und Glaukophan von dem gleichen Gebiet aus metamorphen Gesteinen stammt. Gegen die Tuffstreuung spricht hingegen, class unter den leichten Mineralien kein idiomorpher Feldspat, oder Quarz vorkommt. Mit Ausnahme des Zirkons und des wahrscheinlich aus magmatischen Gesteinen stammenden Magnetits sind sämtliche Mineralien metamorphen Ursprungs. In der zweiten Gruppe (Proben 3, 4, 5 und 6) ist der Granat vorherrschend. Ausserdem weist der Chlorit, Turmalin Zoizit. Epidot und Staurolith gleichfalls auf ein metamorphes Abtragungsgebiet. Der metamorphe Ursprung des Distliens, des pleokroitisch dunklen Turmalins und des in jeder Probe in bedeutender Menge vorkommenden Zoizits steht ausser Zweifel. I lochst wahrscheinlich stammt auch der Granat von demselben Abtragungsgebiet. Der magmatische Zirkon vermindert sich nach oben hin und ist ständig stärker abgewetzt. Es ergibt sich nun die Frage, wo das Gebiet der Denudation zu suchen ist. Im Laufe der Untersuchung des miozänen Kiesmaterials erschien es für wahr-

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