Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)

Tokody, L.: Mineralien des Kopaszhegy bei Tállya im Tokajer Gebirge

18 L. TOKODY Die Röntgen-Untersuchung des Materials wurde freundlichst von K. SASVÁRI durchgeführt, wofür ich ihm auch an dieser Stelle danke. Das Ergebnis der Röntgenuntersuchung kann im folgenden zusammengefasst werden. Das Rönt­gend if raktometer gibt vorschwommene Interferenzen, auf Grund deren auf Montmorillonit geschlossen werden konnte. Aus dem Mineral wurde auch eine DEBYE-ScHERRER-Aufnahme angefertigt. Neuere Interferenzen konnten trotz der 16 stündige Exposition nicht festgestellt werden. Die Härte des Minerals beträgt 2—2,5. Sein Bruch ist muschelig, die Farbe weiss, matt und undurchsichtig. In Flüssigkeiten, Wasser, Alkohol. Xylol, Glyzerin, Kanadabalsam wechselt die Farbe auf hell schmutziggelb, wobei die dünnen Splitter an den Rändern durchscheinend werden. Sein Pulver nimmt die Flüssigkeiten in verschiedenen Zeiten auf. Glizerin und Kanadabalsam lang­sam (nach mehreren Stunden), Alkohol und Xylol hingegen rasch. Die Flüssig­keitsaufnahme beginnt an den Rändern und dringt so nach innen vor, wobei das Material endlich gelblich durchsichtig wird. Unter Druck spaltet es sich in dünne Plättchen. Diese können nach Aufnahme des Kanadabalsams unter dem Mikroskop untersucht werden. Das Minerale ist anisotrop und optisch zwei­achsig. Der optische Charakter kann jedoch nicht festgestellt werden. Die Brechzahl ist 1,48—1,49. Die optischen Eigenschaften weisen auch auf Montmorillonit hin, wobei die Brechzahl den niedrigsten Wert des Montmoril­lonits erreicht. Auf der DTA-Aufnahme konnte keine charakteristische Spitze beobachtet werden. Dies weist auf den nicht endgültigen Zustand des Minerals hin. Die chemische Analyse wurde von G.CSAJAGHY durchgeführt, wofür ich ihm auch an dieser Stelle danke. SIO, 74,78% Na„0 0,08% Ti O", 0,14% K,Ö 0,21% A1„Ö 3 7,53% H.,0— 110 C° 7,19% FE;0 3 3,64% H:,O + HO C° 4,33% FeO 0,29% P:O 5 0,02% MnO 0,06% CO, 0,00% MuO CAO 0,82% 1,05% 100,14% Im Montmorillonit von Tállya scheint zu viel Si0 2 und zu wenig A1 2Ü 3 enthalten zu sein. Aus den Röntgen-, den chemischen und den DTA-Unter­suchungen kann eindeutig darauf geschlossen werden, dass die vollkommene Kristallisation des Minerals noch nicht erfolgte. Es ist nach dem Ausscheiden des Opals durch die Zersetzung der Bestandteile des Andezits entstanden. Nontronit Die Benennung Chloropal wurde zuerst von BERNARDI und BRANDES (1) zur Bezeichnung des bei Ungvár (Uzsgorod) gefundenen grünen, als Opal aussehenden Minerals gebraucht. Die zeisiggrüne Variätet des Choloropals wurde von GLOCKER (8) nach dem Fundort des Minerals unter der Bezeichnung Ung­várit beschrieben. Nach unseren heutigen Kenntnissen ist der Ungvárit ein zeisiggrüner Chloropal bzw. ein mit Opal zusammengewachsener und in diesen umgewandelter Nontronit. LIFFA und CSAJÁGHY beschrieben dieses Mineral aus zwei Fundorten des Tokajer Gebirges, von Mád und Gönc. Ste beschäftigten sich eingehend mit

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