Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)

Tokody, L.: Mineralien des Kopaszhegy bei Tállya im Tokajer Gebirge

16 L. TOKODY Die Angaben der Analyse I beziehen sich auf einen gelblichgrünen dehyd­ratationsfreien anisotropen Opal, auf dessen Oberfläche sich ein Tonmineral (Montmorillonit) abgesetzt hat. Die Daten der Analyse II beziehen sich auf einen grauschwarzen bis schwarzen dehydratationsfreien isotropen Opal mit opaken Mineraleinschlüssen, auf dessen Oberfläche sich die Gipskristalle abge­schieden haben. Zwischen den Angaben der beiden chemischen Analysen besteht kaum ein Unterschied, vielmehr liegt eine auffallende Übereinstimmung zwischen den Gewichtsprozenten mehrerer Bestandteile und der Endsumme der Analyse vor. Auch die spezifischen Gewichte der beiden Opale können als gleich betrachtet werden. In der Analyse I wäre mit Rücksicht auf das Tonmineral (Montmoril­lonit?) eine Verminderung von A1 20 3 mit in der Analyse II hingegen eine Ver­änderung (Zunahme oder Verminderung) der Menge von CaO in Zusammenhang mit der Gipsbildung zu erwarten gewesen. Beachtung verdienen die beiden Opale und zwar 1. der gelblichgrüne Opal I, auf dessen Oberfläche ein Tonmineral (Montmorillonit?) lagert und 2. der aus Nontronit entstandene Opale II. Nicht einmal im gelblichgrünen Opal kann eine Dehydratation beobachtet werden, dagegen ist er entschieden anisotrop. Der aus Nontronit stammende Opal ist bräunlichgelb. Die Dehydratation zeigende Chalzedon-Quarzin Umwandlung ist nicht einmal in Spuren feststellbar, dagegen zeigt sich Anisotropie. An der Oberfläche dieses bräunlichgelben anisotropen Opals haben sich Quarzinfasern ausgebildet, im Inneren des Opals fehlt jedoch der Quarzin. Aus alldem folgt also, dass der Quarzin nicht sekundär sondern primär entstanden ist und auf dem Opal lagert. Unter den Mineralien von Tállya ist der Hyalit ziemlich häufig. Er kommt in zweierlei Arten vor: in farbiger und farbloser Form, erstere ist grünlichgrau oder blaugrau. Die Häufigkeit des farblosen und farbigen Hyalits ist annähernd gleich. Der Farbenunterschied bedeutet jedoch nicht nur einen Unterschied in der Farbe, sondern auch in anderen Eigenschaften. Der farblose Hyalit lagert im allgemeinen unmittelbar auf dem Gestein in kleinen stark glänzenden Kugeln. Oft kann hingegen beobachtet werden, dass auf dem Gestein eine dünne kuge­lig entwickelte Limonitschieht liegt und diese vom Hyalit bedeckt wird. Der Lymonit ist offensichtlich aus Sphärosiderit entstanden. Am Hyalit konnten nur ab zu ein oder zwei kleine Kalzitkristalle vorgefunden werden. Das optische Verhalten des farblosen Hyalits ist bemerkenswert. Er ist stets anisotrop, was in manchen Fällen äusserst stark, in anderen Fällen hingegen schwächer, jedoch stets beobachtet werden kann. Der grünlichgraue, in anderen Fällen blaugraue Hyalit ist durchscheinend, und kugelig, verwachsene nierenförmige Haufen bzw. Krusten bildend. Der farbige Hyalit ist auf grobkörnigem Kalzit gelagert und bildet auf diesem eine Kruste. Im Kalzit können ab und zu einige Körnchen limonitisierten Sphärosiderits festgestellt werden. Auf dem Hyalit lagert wieder eine körnige Kalzitschicht, auf welcher Kalzitkristalle sitzen. Die Kristalle sind abgerundet, ihre Flächen uneben, die Kristallform kann mit Sicherheit nicht festgestellt werden, wahrscheinlich kommt bei ihnen nur die Form (0112) vor. Der farbige Hyalit ist im Gegensatz zum farblosen Hyalit vollkommen isotrop. Optisch ist weder im farblosen, noch im farbigen Hyalit irgendeine Spur .'.er Dehydratation feststellbar. Eszeigen sich weder Chalzedon, noch Quarzinum­wandlungen. Im allgemeinen tritt in den Hyaliten des Tokajer Gebirges keine Dehydratation auf. In dem Hyalit von Evdőbénve zeigt sich eine nicht aus­geprägte Chalzedonoptik.

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