Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)
Jánossy, D.: Die altpleistozäne Wirbeltierfauna von Kövesvárad bei Répáshuta (Bükk-Gebirge)
D. JÁNOSSY Tiger 21 $21 mm, die Grössenkategorie ist also diselbe. Da die MachairodusArten viel breitere Phalangen haben, und die morphologischen Charakterzüge in so hohem Masse mit denjenigen rezenter Formen gleichen, unterliegt die Zugehörigkeit der „Leo-Gruppe" keinem Zweifel. Der M 1 ist den rezenten Formen ähnlich reduziert. Diese Reste sind natürlich zu spärlich für eine eingehende systematische Analyse und deswegen benütze ich den stratigraphischen Namen Leo gombaszögensis, da KRETZOI (1938) von Gombaszög auf Grund gut belegter Funde diese Form von ähnlichem geologischen Alter und ebenso mit kleinen Dimensionen beschrieben hat. ? Macbairodontide Ein Bruchstück der Krone eines oberen linken I 3 stach mir wegen seiner eigenartigen Form während des Durchsuchens der Knochenbruchstücke gleich ins Auge (Taf. I, Fig. 16 — 18). .Masse können vom Zahn wegen seiner Brüchigkeit schwer abgenommen werden; die Breite der Krone orocaudal ist etwa 13 —14 mm. dasselbe Mass mediolateral ungefähr 11—12 mm. Von Bären kann keine Rede sein, es wurden zum Vergleich eine Serie rezenter Löwen und Tiger (je 10 Exemplare) herangezogen, aber aus morphologischen Gründen müssen sie ebenso ausgeschlossen werden. Dasselbe bezieht sich auf sehr grosse Hyänen (diesbezüglich war ein unmittelbarer Vergleich mit dem I 3 der Pachycrocuta robusta von Gombaszög möglich). Mit Ausschlussmethode kann also nur an einen SäbeJtiger gedacht werden. Die Eigentümlichkeit der Zahnkrone ist auf der inneren Seite der Rasis von der Krone abgeneigt stehender Höcker. Eine ,,crenellation" an dem vorhandenen Abschnitt der Schneide des Zahnes kann nicht beobachtet werden. Da ich von diesem Zahn von Machairodus kein Vergleichsmaterial habe, suchte ich in der Literatur nach solchen Abbildungen. Die Abbildung des I 3 von FREUDENBERG (1914) auf Tafel XVILI(2)f ist wegen der unvollkommenen Abbildungstechnik für solche Zwecke in bedauernswerter Weise nicht geeignet, obzwar eben diese Art (,,Ormenailurus " latidens OWEN) in erster Reihe in Retracht käme. Die von FREUDENBERG angegebenen Masse stimmen auch mit meinem Material gut überein. Ursus denintjeri Reichenau Fundgut: Rruchstück des Gehirnschädels eines juvenilen Exemplares, Jugale und Parietale-Fr., 27 Stück Canini-Fr. (darunter 3 cca intakte St.), 4 vordere P (P 3?), 3 P 4-Fr., 6 M x-Fr., 7 M 2-Fr. (2 intakt), 5 P 4, 5 M x (2 Fr.), 10 M 2-Fr. (4 intakt), 7 M 3, 4 Mandibel-Fr. ohne Zähne (2 Symphysen-Fr. 1 juv.), 2 Mandibel-Fr. mit M.,, 44 Schneidezahnfr. (darunter 5 l 3), 40 Cd, 25 Id, 3 vordere kleine I), 1 I) 3, 1 D 4, 5 D 4(2 intakt, 3 Fr.), 4 Epistropheus-Fr., 1 Vertebra thoracalis-Fr., 1 Vert. lumbalis-Fr., 2 Fr. Corpus vertebrae, 6—10 Costae-Fr., 1 juv. Humerus dist. Fr., 2 Radii (Diaphyse und dist. Fr.), 1 L Tlna (Epiphysen beschädigt), 1 Pisiforme (juv.), 1 Acetabulum pelvis-Fr., 4 weitere Pelvis-Fr., 2 Femur prox. Fr. (1 juv. 1 adult), 1 Caput femoris, 1 Femur dist. Fr., 1 Patella, 1 Tibia prox. Fr. (juv.), 2 Tibiae dist. Fr. (1 ad., 1 juv.), 3 Calcanei-Fr., 1 Astragalus, 1 Mesocuneiforme (T 3), 1 Mt 3 prox. Fr., 1 Mt 4 distr. Fr., Mt 5, 7 Metapodien-Fr., 16 Phalanx I-Fr. (9 adult, 7 juv.), 7 Phalanx II (3 ad. 4 juv.), 9 Phalanx III (5 ad. 4 juv.), 6 Ossa sesamoidea.