Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 55. (Budapest 1963)

Jánossy, D.: Die altpleistozäne Wirbeltierfauna von Kövesvárad bei Répáshuta (Bükk-Gebirge)

DIE ALTPLEISTOZ Ä.NE WIRBELTIERFAUNA VON KÖVESVÁRAD 113 Talpa minor Frendenberg ( = T. gracilis Kormos) Fundgut: 2 obere C, P 4, M 2, 3 Unterkieferfr. (eines mit C und Mj), M l 5 5 M 2, 2 Scapulafr., 4 Claviculae, 2 Sternumfr., 3 Humerusfr., 5 Radii (darunter 3 Fragm.), 2 Ulnafr., 1 Sacrumfr., 1 Femur, 3 Tibiafr. Da diese Talpa-Art des Altpleistozäns in der Literatur hauptsächlich durch ihre allgemein kleineren Dimensionen charakterisiert wurde, bestimmte ich ihre Reste folgendermassen : in meinem rezenten Vergleichsmaterial (10 Exem­plare) befindet sich ein Skelett eines ausserordentlich kleinen Individuums (Humeruslänge 13,6 mm, auch bei BRUNNER, 1954, die kleinste Minusvariante für rezente Exemplare), — alle Skelettelemente, die bedeutend kleiner zu sein schienen als dieselben des genannten Tieres, wurden mit dieser Art identifiziert. Die Masse der mehr oder weniger intakten Extremitätenknochen sind die folgenden: Länge des Humerus: 11.7 mm (2x); Länge des Femur: 12,1 mm; Länge des Radius: 10,0; 10,5 mm; Grösste Länge der Scapula: 3,0; 3.2: 3,3 mm. Das vordere Foramen mentale liegt bei einer Mandibel unter dem P 1 ; das hintere unter dem Protoconid des M r Wie aber HELLER (1958) gezeigt hat, kann diesem Merkmal kein besonderer systematischer Wert beigemessen werden. An beiden M x fehlt der vordere Nebenhöcker, welches Merkmal ich auch bei dem rezenten Material beobachten konnte. Wie aus den Massen der Extremitätenreste ersichtlich, liegen alle Stücke im typischen Variationsbereich der von FREUDENBERG (1914) bzw. von KORMOS (1930) beschriebenen Art. Trotz des Mangels eines intakten Stückes der hinteren Partie der Mandibel kann die artliche Zugehörig­keit der Reste doch nicht bezweifelt werden. Talpa fossilis Petényi (= T. praeglacialis Kormos) Fundgut: Maxillenfragment mit dem 1. P 4, P 4, 3 M 1. 2 M 2. 1 C inf., 1 M 2, 3 Mandibelfr., 2 Claviculae, 1 Humerus und 4 Bruchstücke, 1 Radiusfr., 1 Ulnafr., 1 Sacrumfr., 1 Femurfr., 1 Tibiafr. Diese Reste wurden auch mit der — bei der vorangehenden Art - angege­benen Methode bestimmt. Die Länge des einzigen beinahe unversehrten Extre­mitätenknochens, des Humerus, beträgt i 13,2 mm (der Knochen war ursprüng­lich etwas grösser). Der Humerus liegt allerdings eben im Übergangsbereich zwischen der Variation der zwei Arten, ein Femur, eine Clavicula und das Ulnafr. sind jedoch viel stärker gebaut, als dieselben Knochen meines rezenten Minus­varianten, das Vorhandensein der obengenannten Form ist also dimensionell bestätigt. Dasselbe bezieht sich auf die Zähne. Die Länge der Aussenwand des M 1 des kleinen rezenten Exemplares beträgt 2,27 mm, dasselbe Mass ist bei den drei fossilen Stücken 2,50; 2,46 und 2,52 mm. Der M , ist bei dem rezenten Tier 2.45 mm lang, bei dem fossilen 2.50 mm. Dabei ist der vordere Lingualhöcker bei dem letztgenannten Zahn gegenüber dem rezenten Stück auffallend reduziert. Alle diese, hier angeführten Tatsachen sprechen für das Vorhandensein von zwei Grössenkategorien der Maulwürfe im Altpleistozän des Bükk-Gebirges. Da diese zwei Formen von der Pliozän-Pleistozän-Grengte, wenigstens im Norden (Wçze. SULIMSKI, 1959, 1962), bis zu den jüngsten Faunen des Altpleisto­zäns (Mauer, HELLER, 1949) vorkommen, hat dieses „Artenpaar" keine beson­dere stratigraphische Bedetuung. Bezüglich der Nomenklatur dieser Form soll erwähnt werden, dass PETÉNYI 8 Természettudományi Múzeum Evkönyve

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