Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 54. (Budapest 1962)
Csepreghy-Meznerics, I.: Das Problem des "Chatt"-Aquitans in wissenschaftgeschichtlicher Beleuchtung
64 CS EP RE G H Y-ME ZN ERICS, I. III. Die Lage, die infolge der Notwendigkeit einer Ausschaltung des überflüssigen Stufennamens entsteht Den Stratotyp des „Chatts" immer noch ausser Acht gelassen, taucht nun das Problem im Gebiete der östlichen und der atlantischmediterranen Provinz in . folgender Form auf : A. Welcher Stufenname is* zu streichen ? B. Was ist der Inhalt der vorläufig als „chattisch"-aquitanisch bezeichneten Stufe? A. Welcher Stufennamen ist zu streichen? Es muss entschieden werden, ob der Name Chatt, Aquitan oder Burdigal gestrichen werden soll. Es gibt dreierlei Alternativen: 1 2 3 H e 1 V e t a. Burdigal a. Aquitan a. Burdigal b. Aquitan b. Chatt b. Chatt Rüpel Für und wider der einzelnen Alternativen können folgende Argumente hervorgebracht werden : ad 1. a. Der Name Burdigal entspricht dem Inhalt, wofür er von DEPÉRET angewandt w r orden ist. Diese Behauptung bezieht sich sowohl auf das westliche wie auf das östliche Gebiet. ad 1. b. Für eine Beibehaltung des Stufennamens Aquitan spricht die Tatsache, dass darunter — abgesehen vom Stratotyp — in der östlichen Mediterranprovinz eine Fauna verstanden wird, die einheitlich aquitanisch ist (Eger, Kovaëov, Törökbálint) und die sich von der Fauna von Kassel nur in der Fazies unterscheidet. Da die Fauna von Kassel auch von MAYER —EYMAR aquitanisch benannt wurde, kommt im Gegensatze zu der Beibehaltung des Namens Chatt auch die Priorität zur Geltung. Ein einziges und schwaches Gegenargument besteht darin, dass damit der Stufenname „Chatt", der am häufigsten gebraucht wird, dadurch fortfallen würde. (Die Bezeichnung könnte höchstens als ein Faziesname für die nordischen aquitanischen Bildungen beibehalten werden: Vorschlag der Konferenz Aix-en-Provence 1958). ad 2. a. In diesem Falle müsste der Begriff Aquitan auch für solche Bildungen angewandt werden, die den Stratotyp der burdigalischen Stufe vertreten, also auch für die Fauna von Saucats und Léognan. Weder darf noch kann in diesem Falle der Stratotyp einer Korrektion unterzogen werden. Wenn wir nun aber die Bildungen Norditaliens, des ausseralpinen Wiener Beckens, Ungarns, Siebenbürgens, der Tschechoslowakei und Bayerns, die mit dem Stracotyp des Burdigals gut übereinstimmen, als aquaitanisch bezeichnen würden, würde unser Verfahren zu einer vollkommenen Konsufion führen.