Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 54. (Budapest 1962)

Kaszab, Z.: Über das System der asiatischen Lytta-Arten, nebst Beschreibung drei neuer Arten (Coleoptera, Meloidae)

I. Über die Verwandtschaft der Lytta Roborowskyi Dokht. In Zentral-Asien kommen mehrere Lytta-Arten vor, welche an den Flügel­decken je eine mehr oder weniger schmale gelbe Längsmittelbinde besitzen. Sie gehören alle in die nächste Verwandtschaft der Lytta vesicatoria togata FISCH.-W. und die zentralasiatischen Vertreter dieser Gruppe wurden unter den Namen L. Roborowskyi DOKHT., L. ihibetana E. OL, L. tibetana ESCHER., L. sifanica SEM., und L. kukunoorensis WELLM. beschrieben. Aus der Unter­suchung der Typen sämtlicher hier beschriebenen Formen ergab sich als Resultat, dass diese Formen nur zwei Arten representieren, die übrigen sind Synonyme. Die Synonymie ist folgende: Lytta Roborowsky DOKHTOUROFF 1887 (= ihibetana E. OLIVIER 1888). Lytta sifanica SEMENOW nom. nov. 1909 (= tibetana ESCHERICH 1904, kukunoorensis WELLM AN nom. nov. 1910). In der Sammlung des Zoologischen Instituts und Museums in Leningrad befindet sich eine grössere Serie von Lytta Roborowskyi DOKHT. von dem typischen Fundort und auch von anderen Fundorten. Die genaue Untersuchung der Typen und der Vergleich der Genitalien der von verschiedenen Fundorten stammenden Exemplare ergab als Resultat, dass hier noch weitere zwei neue Arten unter diesem Namen verborgen waren. Im folgenden gebe ich hier eine kurze Bestim­mungstabelle für die zentralasiatische Arten, welche eine gelbe Längsmittelbinde der Flügeldecken besitzen. 1 (12) Körper erzfarbig, Halsschild ohne gelbe Flecke. Vorderschienen des & nur mit einem einzigen Enddorn, manchmal auch mit einem zweiten, welcher aber viel kleiner ist. 2 (3) Die gelbe Längsmittelbinde der Flügeldecken erreicht die Schulterbeule nicht und ist weit vor der Basis verkürzt. Demgegenüber ist sie am Ende bis zum Rand verlängert und die erzfarbige Naht und Seitenrand sind voneinander getrennt. Kopf des o" unten am Augenrande mit einer scharfen, behaarten Kante und mit einem tiefen, schrägen Eindruck. Körper erzgrün, selten bläulich. Grosse Art. — L. : 12 — 22 mm. Tur­kestan (= flavovittata BALLION 1878). L. vesicatoria togata FISCHER-W. 1844. 3 (2) Die gelbe Längsmittelbinde der Flügeldecken erreicht die Schullerbeule und manchmal auch die Basis selbst; demgegenüber ist das Ende der Flügeldecken immer mehr oder weniger schmal dunkel gerandet, die gelbe Binde erreicht den Band nicht. Kopf des ç? unten am Augenrand ohne scharfe Kante und nicht eingedrückt. 4 (5) Die gelbe Längsmittelbinde der Flügeldecken viel breiter als der dunkle Seiten- oder Nahtrand. Fühler lang und dünn, das 4. Glied beim etwas länger als das 3. Kopf und Halsschild sehr spärlich und erloschen punk­tiert, der Grund grob chagriniert und seidenglänzend. Körper blaugrün, Halsschild verhältnismässig schmäler. Grössere Art. — L.: 13—22 mm. NO-Thibet, NW-China (= tibetana ESCHERICH 1904, nec E. OLIVIER 1888, kukunoorensis WELLMAN 1910 nom. nov.) L. sifanica SEMENOW 1909. 5 (4) Die gelbe Längsmittelbinde der Flügeldecken viel schmäler als der breite Naht- und Seitenrand. Fühler kürzer, dicker, das 4. Glied kürzer als das 3. Halsschild meist deutlich kürzer. 6 (7) Kopf und Halsschild äusserst spärlich und erloschen, Halsschild kaum erkennbar punktiert, seidenglänzend. Halsschild sehr kurz, mit scharfer Mittelrinne und beiderseits an der Scheibe mit je einem tiefen, rundlichen Eindruck. Letztes Abdominalsternit des & in der Mitte breit und tief ausgeschnitten, beiderseits zahnartig ausgezogen. Körper grün oder blaugrün. Kleinere Art. — L.: 11—14 mm. Nan-Shan, Sun-Pan L. Battonii sp. nov.

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