Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 54. (Budapest 1962)
Tokody, L.: Mauritzit ein selbständiges Mineral
Die Brechzahl des Mauritzits n = 1,6035. Beim Nontronit ist die Brechzahl a = 1,57 - 1,625, ß = 1,585 - 1,655, y = 1,585 - 1,65, also derart veränderlich, dass die Brechzahl des Mauritzits zwischen diese Grenzen wo immer hinpasst, ohne entscheidend zu sein. Die Brechzahl des Saponits n = 1,56 ± 0,01, die des Griffithits oc = 1,485, ß = 1,572, y = 1,565; die Brechzahl des Mauritzits ist grösser. Die chemische Zusammensetzung des Mauritzits ist nach den Ergebnissen der chemischen Analyse folgende: (Fe 2 0 3 )(MgO) 2 . 5H 2 0. Er enthält also kein Si0 2 , obwohl — überflüssig bemerkt — Si0 2 ein wichtiger Bestandteil der Tonminerale ist. Die Zusammensetzung des Nontronits ist: Fef + (OH) 2 [Si 4 O 10 ] nH 2 0, er enthält also kein Mg, das hinwieder ein wichtiger Bestandteil des Mauritzits ist. Der Nontronit ist strohgelb-gelblichgrün, der Mauritzit stets bläulichschwarz. Die Zusammensetzung des Saponits ist veränderlich; die Zusammensetzung des einen ist: 9Mg.Al 2 O 3 .10SiO 2 .16H 2 O; er enthält demnach kein Fe, den charakteristischen Bestandteil des Mauritzits. Seine Farbe ist — im Gegensatz zum Mauritzit — dunkelgrün. Der Griffithit ist eine Fe-haltige Saponitvarietät. M. FLEISCHER beruft sich auf die neuesten Griffithituntersuchungen von G. T. FAUST (3). Bei FAUST sind die chemischen Analysen des Griffithits sowie Saponits mitgeteilt. Die Analyse des Griffithits stammt von LARSEN und STEIGER (4), die das aus Cahuenga Pass, Griffith Park, Los Angeles, Calif, stammende Mineral eingehend untersucht haben. Der Fundort des Saponits ist Cathkin, Carminnock, Lanarkshire, Scotland. Von FAUST sind auch die DTAund röntgcnographischen Untersuchungen der analysierten Mineralien veröffentlicht worden. Wir sind in der Lage, die Analysedaten des Griffithits und des Saponits mit den Bestandteilen des Mauritzits zu vergleichen. Das unter den Analysedaten des Mauritzits vorkommende SiO a ist kein Bestandteil des Mauritzits, sondern Quarzin, auf den der Mauritzit aufgewachsen ist. Trotzdem und allein für den Vergleich wollen wir die folgenden Gewichtsprozentwerte der oxydischen Hauptbestandteile des Mauritzits in Betracht ziehen : Mauritzit Griffithit Saponit Si0 2 38,62% 39,64% 40,16% Fe 2 0 3 19,90% 7,32% 8,50% MgO 9,38% 15,80% ' 19,40% Ergänzen wir diese Angaben noch mit A1 2 0 3 , so figuriert Al o 0 3 im Mauritzit mit 6,29%, im Griffithit mit 15,80% und im Saponit mit 19",40%. Aus diesen Daten wird die Verschiedenheit der drei Minerale offenbar. Wenn wir unzulässigerweise von Griffithit und Saponit das im Mauritzit nicht vorhandene Si0 2 abrechnen und Gewichtsprozente von Fe 2 0 3 und MgO dementsprechend umrechnen, erhalten wir folgende Werte: Mauritzit Griffithit Saponit Fe 2 0 3 32,52% 12,09% 14,15% MgO 16,07% 26,09% 32,40% Diese Zahlen sind ebenfalls ein Beweis für die Verschiedenheit des drei Minerale.