Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 54. (Budapest 1962)
Endrődy-Younga, S.: Neue Cybocephaliden Gattungen aus der aethiopischen Region (Coleoptera, Cybocephalidae)
ANNALES HISTORICO-NATURALES MUSEI NATIONALIS HUNGARICI Tomus 54. PARS ZOOLOGIGA 1962. Neue Cyboeephaliden Gattungen aus der aethiopisehen Region (Coleoptera, Cybocephalidae) Von DR. S. ENDRÖDY-YOUNGA, Rudapest ERICHSON teilte in seinem Werk — Naturg. Ins. Deutscht. 3. 1845 ( — 48) p. 216. — die neubeschriebene Gattung Cybocephalus in die Familie Nitidulidae (Nitidulariae, Strongylinae) ein. Seit dieser Zeit gehört die Gruppe als Unterfamilie oder als Tribe zu der Familie Nitidulidae. Als erster hielt MURRAY (1864) diese Gruppe für eine selbständige Familie, jedoch haben die späteren Autoren diese Gruppierung oft nicht übernommen (GANGLBAUER, REITTER, usw.). Neuerdings halten BOVING und CRAIGHEAD (1931), PEYERIMHOFF (1933) und PARSONS (1943) die Gruppe wieder für eine selbständige Familie. Die bestehenden Verschiedenheiten bekräftigen tatsächlich die Auffassung, dass diese Gruppe eine selbständige Familie ist. Gegenüber den Nitiduliden besitzen die Cyboeephaliden statt 5 4-gliedrige Tarsen und statt 6 nur 5 AbdominalStigmen. Ausserdem können die Cyboeephaliden eine — mit den Clambiden vergleichbare — zusammengezogene Körperhaltung aufnehmen. Die Larvenform und Biologie ist auch abweichend. Die Arten, deren Biologie bekannt ist, sind Coccidenfresser oder Parasiten. Die Familie ist auf der ganzen Welt verbreitet und jetzt schon in vielen Arten bekannt. Scheinbar sind sie in den Tropen viel häufiger als unter dem gemässigten Klima. Bisher sind 3 Gattungen beschrieben, deren eine — Dissia — von mehreren Autoren für ein Synonim der Gattung Cybocephalus gehalten wird. Aus der aethiopisehen Region war bis heute nur eine Gattung der Familie bekannt. In folgenden beschreibe ich noch zwei weiter Gattungen. Bestimmungstabelle der Gattungen 1 (4) Die Hinterhüften liegen weit voneinander, der zwischen ihnen nach vorn springende Fortsatz des ersten sichtbaren Bauchsegmentes ist breit, vorn breit abgerundet oder abgeflacht. Metasternum ziemlich lang und gross, liegt in einer Ebene mit den Bauchplatten und ist ähnlich skulptiert und tomentiert wie diese (Abb. 1). 2 (3) Hinterschenkeln länglich, abgeflacht, walzenförmig, wenigstens doppelt so lang wie breit, manchmal viel länger (Abb. 3). Augen unten nicht vollständig bedeckt, vordere Hälfte oder ein Dreieck vorn und innen freistehend. Clypeus liegt mehr oder weniger weit vor den Augen, Kopf länglicher (Abb. 5). Cybocephalus ER. 3 (2) Hinterschenkel sehr breit und flach, eiförmig, nur anderthalbmal so lang wie breit (Abb. 4). Augen unten vollständig bedeckt. Kopf von vorn sehr stark gedrückt, Clypeus steht kaum vor den Augen (Abb. 6). Endrődiellus gen. n. 4 (1) Die Hinterhüften stehen näher zueinander, dazwischen ist der vorspringende Fortsatz des ersten sichtbaren Bauchsegmentes klein, dreieckig, vorn zugespitzt oder eng abgerundet. Mittelhüften stehen näher zu den hinteren, folglich Metasternum kürzer, leicht nach oben und nach vorn gerichtet (Abb. 2). Oberfläche desselben glänzend und kahl, viel feiner skulptiert als die Bauchsegmente. Pastillus gen. n.