Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 53. (Budapest 1961)

Báldi, T., Kecskeméti, T. , M. Nyírő, R. ; Drooger, C. W.: Neue Angaben zur Grenzziehung zwischen Chatt und Aquitan in der Umgebung von Eger (Nordungarn)

In Anbetracht dessen, dass die Schichtreihe sowie die Foraminiferen-Fauna eine Ähnlichkeit mit dem glaukonitführenden Sandstein neben der Friedhofs­kapelle von Eger sowie mit der Foraminiferen-Fauna des in der „Wind'schen'" Ziegelei aufgeschlossenen Tones aufweist, möchte ich die detaillierte Beschrei­bung der Arten sowie die Ergebnisse der Untersuchungen in einer anderen Arbeit zusammenfassen. An dieser Stelle möchte ich nur von den bisherigen Ergebnis­sen der Untersuchung der Foraminiferen berichten, die in den Schichten des Nvárjastető von Novaj eingesammelt worden sind. Es ist vielleicht möglich, dass im Laufe der weiteren Untersuchungen sich die am Ende dieses Kapitels stehende Liste noch etwas erweitern wird. Sowohl der untere Ton wie auch der glaukonithaltige Mergel und die dar­über folgenden Tonschichten sind an Foraminiferen reich. Die die Schichtreihe abschliessenden sandigen Ablagerungen lieferten dagegen keine Mikrofauna. Aus den Schichten, die Foraminiferen enthalten, konnte ich ausser 139 Arten 5 weitere Arten anführen, die aber nur annähernd bestimmt werden konnten, ferner 2 neue Arten und 10 Formen, bei denen nur die Gattung zu bestimmen war. Es sind also insgesamt 156 Formen von hier bekannt geworden, die 64 Gattungen vertreten. Die Foraminiferen sind im allgemeinen gut erhal­tene und wohl entwickelte Exemplare. Die Foraminiferen der Tonschichten über dem glaukonithaltigen Komplex sind etwas kleiner. Die Familien Lagenidae und Anomalinidae erwiesen sich sowohl vom Gesichtspunkte der Arten- wie auch von dem der Individuenzahl aus am reichsten. Ausser Spiroplectammina carinata sind die einzelnen Proben an agglutinierten Formen verhältnismässig arm. Von unten nach oben zu wurde die Foraminiferen-Fauna von folgenden Proben bearbeitet : a. Der wenig glaukonithaltige, sandige Tonmergelkomplex (tiefster Ab­schnitt der Schichtreihe) ist an Mikrofauna reich. Er enthält noch eine typische Rupelfauna (Textfig. 3). b. Eine an Foraminiferen reiche Probe. Der Schlämmungsrückstand ent­hält reichlich Glaukonitkörner. Die Fauna ist an paläogenen Arten arm ; ausser einigen neogenen Formen, die teilweise faziesbezeichnend sind, kommen in ihr in einer grösseren Anzahl hauptsächlich persistente Formen vor. c. Die an Foraminiferen reichsten Proben. Die Faunavergesellschaftung ist hier sowohl an paläogenen wie auch neogenen Arten gleich reich. Auch die beiden neuen Arten wurden aus dieser Probe gesammelt (Textfig. 4). d. Im lepidocyclinenführenden mergeligen Kalkstein treten die Kleinfora miniferen oft auf, obwohl sie an Artenzahl ärmer sind als die übrigen Proben jedoch sind sie an Individuenzahl reicher. Ein grosser Teil der Formen ist inkrustiert. Der grösste Teil der Arten ist faziesbezeichnend. Ausser den neoge­nen Arten sind darin auch paläogene Arten vorzufinden (Textfig. 5). e. Die Schicht mit den Miogypsinen bildet das abschliessende Glied des glaukonitischen Komplexes, sie ist auch an Kleinforaminiferen ziemlich reich. Die Faunavergesellschaftung weist eine Aehnlichkeit mit der Probe d auf (Textfig. 6). f — g. Auch der Ton über dem glaukonitischen Komplex ist an Foramini­feren reich. Die Faunavergesellschaftung unterscheidet sich von der dervorher erwähnten Schichten. Die Foraminiferen sind kleinwüchsig und dünnschalig. Manche Arten sind an Individuenzahl sehr reich. So kommen im unteren Teil des Schichtkomplexes sehr viele Individuen der Art Bulimina pyrula vor, während der obere Teil die Exemplare der Arten Cibicides dutemplei, Spiroplec-

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