Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 53. (Budapest 1961)
Cziffery-Szilágyi, G.: Beiträge zur Kenntnis der Tertiärflora Ungarns
ausgeglichenen Temperatur und der stetig hohen Temperatur ersetzt wird. Der lianenähnliche Lygodium und der epiphytische Platycerium verleihen diesen Wäldern einen entschieden tropischen Zug. Zapfenrest aus Hont (Nordungarn) (Abb. 5-8) Aus der Sammlung des Museums von Balassagyarmat gelangten mehrere Zapfenabdrücke in die Botanische Abteilung des Naturwissenschaftlichen Museums. Die Reste stammen aus der Umgebung der Gemeinde Hont vom Tuffsteinbruch am Berg Bábahegy. Sie wurden vom Oberlehrer G á 1 i k gesammelt. Die abdrücke stammen sämtlich entschieden von derselben Nadelholzart. Nach Frau V. F u x - S z é k y ist das die Abdrücke beherbergebde Gestein ein sandiger Rhyolittuff u. zw. aus der dritten Periode der Rhyolittuffstreuung. Sein Alter ist wahrscheinlich tortonisch. Die Pflanzenabdrüke stammen von einer Piraus-Art. Zur Ermittelung des Verwandtschaftskreises der Art bietete sich als zuverlässige Methode der Vergleich mit den Zapfen rezenter Pinus-Arten. Es kamen in Betracht : Pinus montezumae Lamb., P. patula Schlecht.& Cham., P. pinaster Soland., P. canariensis C. Sm. und endlich P. ponderosa Doug. Die Zapfen der P. montezumae Lamb, sind zylindrisch und nicht eiförmig, wie unsere Zapfen, die der P. patula Schlecht. & Cham, im Verhältnis zu ihrer Länge auch bedeutend schmal und haben viel weniger Schuppen. Die Apophyse des Zapfens von P. pinaster Soland. befindet sich am Grunde und nicht in der Mitte des Umbo. So kommen in erster Linie P. canariensis C. Sm und P. ponderosa Doug, in Betracht. P. canariensis C. Sm. ist ausschliesslich auf den Kanarischen Inseln verbreitet und kommt auf den Azoren und auf Madeira nicht vor. Ihre nächsten Verwandten leben in Mexiko. Eine zu dieser Art gerechnete fossile Form wurde aus Cantal in Frankreich beschrieben (S a p o r t a Comptes rendues de l'Académie des Sciences, 104, 1877, p. 957). Die mit P. canariensis C. Sm. zusammenlebenden Holzarten sind die folgenden : Ocotea foetens, Lauras canariensis, Phoebe barbusana und Persea indica. Diese Baumarten kommen ausser den Kanaren auch auf Madeira und den Azoren vor. In Anbetracht dessen, dass P. canariensis C. Sm. in der Gesellschaft von lorbeerblättrigen Laubholzarten wächst, gehört sie in die ökologische Gruppe der lorbeerblättrigen Nadelhölzer. Ich beabsichtige nicht unsere Abdrücke mit P. canariensis C. Sm. in nähere Beziehung zu bringen, da ihre Zapfen von den unsrigen in Grösse und Form stark abweichen. Der Zapfen ist nämlich im Verhältnis zur Länge bedeutend schmäler. Doch glaube ich, dass sie zum selben Verwandtschaftskreis gehören. P. canariensis C. Sm. ist dreinadelig und gehört in die Sektion Taeda und in diese Sektion gehörig betrachten wir auch die Zapfen von Hont. Die Zapfenabdrücke weisen eine viel grössere Ähnlichkeit mit den Zapfen der P. ponderosa Doug, der pazifischen Gebiete Nordamerikas auf. Nach einer eingehenden Untersuchung stellte es sich heraus, dass unsere Zapfen mit denen dieser Art völlig übereinstimmen. So glaube ich, dass unsere Reste mit dieser Art in engster Verwandtschaft stehen. Da auch diese Art dreinadelig ist, kann die systematische Stellung unseres Zapfens einwandfrei angegeben werden. Pinus palaeoponderosa n. sp. sect. Taeda Diagnosis : Conus ca. 12 cm longus et 7—8 cm diam., squamae ca. 18-seriales in apice valde incrassatae. Umbo rhomboidalis, supra parum rotundatus, in medio coni 18 mm latus et 12 mm altus, radiatim rugosus, in medio apophysem bene evolutum ferens. Apophysis basi rhomboidalis, ca. 4x2,5 mm metiens, verisimiliter valde prominens sed longitudine ignota. In tuffis tortoniensibus ad montem Bábahegy prope pagum Hont. Syntypi in collectione musei „Palóc Múzeum''' Balassagyarmat sub nris H 1—4 conservati. Der Zapfen ist eiförmig, 12 cm lang und hat einen Durchmesser von 7 bis 8 cm. Die Schuppen stehen in etwa 18 Reihen, sind an ihrer Spitze stark verdickt. Der Umbo ist rhombisch, am oberen Rand etwas abgerundet, beträgt