Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 53. (Budapest 1961)
Fekete, G., Majer, A. , Tallós, P. , Vida, G. ; Zólyomi, B.: Angaben und Bemerkungen zur Flora und zur Pflanzengeographie des Bakonygebirges
des „Petőhegy" an einer Dolomitfelswand, in cca 250 m Höhe, etwa 500 Exemplare. Die Wand ist durch ein Tilia cordata-Facies des Fago-Ornetums begrenzt (hier an einem kleinen beschatteten Felsen noch 10 Exemplare der Primula, als Beweis von der sukzessiven Vernichtung des Reliktstandortes durch Waldtransgression). Die zönologische Aufnahme des Festuco-Brometum erecti-Bestandes an der Felswand ist die folgende : N Exp., Wandneigung 60—80°, mit kleinen horizontalen Bänken, 5x5 m 2 , 30. VI. 1949). Krautschicht (auf den Bänken 70%, an der Wand 20%): Assoziations- und Verbandscharakterarten: Festuca glauca 2—3, Dianthus serotinus var. soói (Draba lasiocarpa -f-), Leontodon incanus -\, Polygala amara 1, Primula auricula 2—, Thalictrum pseudominus ~\-, Thymus praecox 1, Asplenium ruta-muraria 1. In Felsenrasen und Steppenwiesen gleicherweise vorkommende Arten sind : Bromus erectus 3—4, Carex humilis 2, Allium flavum 1, A. montanum 1—2, Anthericum ramosum -j-, Dorycnium sericeum -j-, Globidaria willkommii +, Helianthemum nummularium ssp. nummularium 1, Linum tenuifolium + 5 Potentilla arenaria 1, Peucedanum oreoselinum 1, Sanguisorba minor ssp. muricata -j-, Scabiosa canescens +, Scorzonera austriaca -f-, Veronica spicata -f=, Stachys recta +• Begleitpflanzen: Bupleurumfalcatum 1, Cynanchum vincetoxicum Genista pilosa -)-, Linum catharticum +, Polygonatum odoratum 1, Teucrium chamaedrys 1. Sträucher: (10%): Cotinus coggygria -\-, Cotoneaster orientális -)-, Fraxinus ornus 1, Juniperus communis -f-, (Sorbus bakonyensis +)• Moosschicht (auf den Bänken 80%, an der Wand 20%): Ctenidium molluscum 3, Ditrichum flexicaule 2, Fissidens cristatus -j-, Hylocomium splendens 2—3, Hypnum cupressiformel, Plagiochila asplenoides +, Scapania cf. aspera 1, Thuidium abielinum 2, Tortella tortuosa 1—2, usw. +. Bekanntlich sind bis zum Anfang der 30-er Jahre von dieser auffallenden subalpin-dealpinen, bei uns glazialen Reliktart nur 3 Fundorte im Transdanubischen Mittelgebirge entdeckt worden : („Esztergály völgy", Redl, 1928—8 ; „Tobánhegy", Polgár 1931—3 ; Vértes : „Fánivölgy", Boros 1932—3). Die Erkenntnis und das Studium des Dolomitphänomens in Ungarn und die Klarstellung der zönologisch-ökologischen Verbindungen der P. auricula hat es ermöglicht, dass es Z. B. gelungen ist 3 weitere Fundorte zu entdecken (die dritte neue Angabe ist ein Bestand von etwa 100 Exemplaren auf einer Dolomitfelswand im „Fánivölgy", oberhalb des Boro s'schen Vorkommens, nach der Talbiegung, etwa 1,2 km entfernt). Die identischen Fundortsangaben des Handbuches von Soó&Jávorka 1951, stammen von Z. B. 1596. Cyclamen purpurascens Mill. — Tés, im Buchenwald von „Hegyesberek". Dieses dritte bakonyer Vorkommen ist ein Verbindungslied zu den in Ungarn östlichsten Fundorten dieser Art, im Vértesgebirge und im Budaer-Pilis-Gebirge (F. G.) 1650. Quercus farnetto Ten. — Németbánya : im Eichenwald, vermutlich angepflanzt (M. A.) — Im Tal eines in das „Tisztavízvölgy" mündenden Bächleins, am Waldrand einer Mähwiese mit zwei Exemplaren vertreten ; in einem angepflanzten Stieleichenbestand. (F. G.) 1660. Salix diandra L. und 1664. Salix viminalis L. — Über diese beiden Weidearten waren bisher nur vom CuhaTal Angaben. In Wirklichkeit sind sie jedoch in jedem bakonyer Tal, wo ein Bach fliesst, ganz allgemein zu finden. — „Gerencevölgy, Somberekséd völgy, Vörös János séd völgy, usw." (M. A.) — Beide auch bei Bodajk („Galyaszurdok") (J. Pap p). 1693. Triglochin palustre L. — BakonybéI („Rákos séd") (T. P.) 1703. Asphodelus albus Mill. — „Somberek : Forrasztókő, Farkashegy, Durrogós" — Pápateszér—Fenyőfő im Zerreichenwald von „Görgő". — Diese sind wichtige Fundorte, denn laut Kitaibel war die Pflanze damals hier massenhaft vertreten, doch später hat man keine mehr gefunden. — Sie ist tatsächlich selten, nur 1—2 Exemplare blühen, doch ist sie sporadisch bis zum „Hódosér" auffindbar. (M. A.) 1719. Allium moschatum L. — „Galyaszurdok" (J. Pap p) 1721. Allium victorialis L. — Hárskút („Esztergályvölgy") (V. G. in BK., 45, 1954 p. 306). Nähere Beschreibung des Fundortes : unterhalb den mit Primula auricula bewachsenen Felsen, in einem Übergang des Fago-Ornetum zum ^(speruZa-Buchenwald, etwa 100 Exemplare. Im Jahr 1953 entdeckt, ein Jahr später wurde es reichlich blühend angetroffen (V. G.) 1735. Scilla biloba L. — Ugod („Somberek, Gerencevölgy") an Waldrand. Auf Wiesen bei der Gemeinde Nagytevel (M. A.) 1749. Ruscus hypoglossum L. — Ugod („Közbirtokossági erdő, Hajszabarna, Szénahordó, Forrasztókő, Fehérkőhányó, Tolvajrét"), Szücs („Kiskopaszhegy"), „Odvaskőhát, Rabsic árok" — Iharkút („Rókahegy") — In Buchen- und Eichenbuchenwäldern von Melica-, oder Carex pilosa-, oder Asperula-Typ, immer auf Bergrücken, frostfreie Lage bevorzugend (M. A.) (Keszthelyei- Gebirge, Zalaszántó unterhalb des „Púpostető" im Querco petraeae-Carpinetum und im Fagetum. Bestätigung der Manuscript-Angabe von Wierzbicki aus dem Jahre 1820 ! (vergl. Borbás, 1900, p. 325). Auf dem Rücken des „Púpostető" im Orno- (LithospermoJ-Quercetum kommt dagegen Ruscus aculeatus L. massenhaft vor (Z. B. 1949)).