Szekessy Vilmos (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 53. (Budapest 1961)
Andreánszky, G.: Ergänzungen zur Kenntnis der sarmatischen Flora Ungarns I.
p. 167, Abb. 200). Ebenfalls unterscheiden sich die Blättchen des A. palaeotataricum É. Kovács von jenen des Monopleurophyllum hungaricum Andreánszky, welche Art ebenfalls in die Sektion Negundo eingegliedert worden ist. So haben wir im ungarischen Sarmat drei Blattypen deiser Sektion : Acer cfr. negundo L., Acer palaeotataricum E. Kovács und Monopleurophyllum hungaricum Andreánszky. Im Zusammenhang mit dieser Berichtigung müssen wir aber auch die öklogischen Verhältnisse jener Flora, wo A. palaeotataricum É. Kovács massenhaft vorkommt, also der Flora von Nógrádszakái überprüfen. A. tataricum L. ist eine kontinental-orientalische Art, die des öfteren auch in Auen vorkommt. A. negundo L. ist nordamerikanisch, verwildert aber an ripikolen Stellen sehr oft. A. tataricum L. ist ein niedriger Baum, sehr oft nur ein Hochstrauch. A. negundo wächst in Fällen hoch (über 20 m), wird aber sehr oft strauchartig. In Nógrádszakái, an Stellen, wo die Reste des A. palaeotataricum É. Kovács massenhaft sind, können wir eine Auenhochstrauchvegetation annehmen, die neben dem Auenwald des Populus balsamoides var. obesa E. Kovács stand und mit ihm eine ziemlich ähnliche Ökologie besass. Nachdem sich Acer palaeotataricum E. Kovács nicht als die Schwesterart des tatarischen Ahorns erwies, dachten wir, dass die Verwandschaft dieser Art aus der Flora des ungarischen Sarmats zu streichen sei. Ein neuer Fund macht es aber klar, dass auch dieser Ahorntypus schon in dieser Zeit in Ungarn lebte. Da dieser Blattabdruck nun ohne Zweifel A. tataricum L. nahezustellen ist, beschreiben wir ihn als den Holotypus einer Neuart. Acer tataricoides n. sp. (Abb. 3) Folium simplex, ovatum, basi superficialiter cordatum, apice ignoto. Petiolus 1,5 mm crassus, in tractu 2,5 cm adest, sed verisimiliter parum longior. Lamina 7 cm longa, in parte 2J5 inferiore ca. 5 cm lata margine irregulariter duplicatoserrata. Nervatio palmata, nervi basales validiores 3, exterior es 2-pares breves et debiles. Nervus medius validus, rectus, nervi basales laterales validiores cum nervo medio angulum ca. 40° formantes, recti, craspedodromi, solum extus ramosi, ramis debilibus. Nervus medius nervös secundarios in spatiis inaequalibus 6 vel 7-pares emittens. Nervi secundarii prope marginem laminae dichotomi, ramis cum ramis nervi vicini anastomosantibus. Nervatio tertiaria ad nervös secundarios perpendicularis, sublilissima, inconspicua. In tuffis sarmaticis ad pag. Nagybarca. Holotypus in collectione Musei Agriensis de Stephano Dobó nominati sub No. 3516. Das Blatt ist beinahe vollständig, nur der Spitzenteil fehlt. Es entspricht in einem so hohen Grade den Blättern des rezenten A. tataricum L., dass die enge VerwandtAbb. 3. Acer tataricoides n. sp., Nagybarca.