Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 52. (Budapest 1960)

Székessy, V.: Strepsipteren und ihre Wirte

und Individuenzahl (75 Exemplare) in die Familie Delphacidae eingereiht er­scheint. Untersuchen wir nun bei den Hymenopteren das Verhältnis zwischen sty­lopisierten Männchen und Weibchen, so geht aus Tabelle I hervor, dass in allen 4 Hymenopteren-Familien die Zahl der stylopisierten Weibchen grösser ist als die der stylopisierten Männchen. Den grössten Unterschied in dieser Beziehung finden wir bei den Vespiden, innerhalb welcher Familie nur 14.0% der stylopisier­ten Exemplare sich als Männchen erweisen, 86.0% dagegen als Weibchen, den kleinsten aber bei den Sphegiden, wo neben 38.6% Männchen 61.4% Weibchen auftreten. Ziehen wir nun alle stylopisierten Hymenopteren in Betracht, so ergibt sich zwischen stylopisierten Männchen und Weibchen ein Verhältnis von 33.4% : 66.6%, also genau ein Drittel aller stylopisierten Hymenopteren sind Männchen, zwei Drittel dagegen Weibchen. Diesen Durchschnittswerten am nächsten kommen die bei den Apiden gefundenen Werte mit 37.0% Männchen und 63.0% Weibchen. Auch die Verhältniszahl der 83 stylopisierten Exemplare der Art Andrena ovatula Kirby steht ihnen sehr nahe (40.9% Männchen und 59.1% Weibchen). Bei den 78 stylopisierten Homopteren ergibt sich ebenfalls ein, wenn auch nur geringes Übergewicht der Weibchen (35 Exemplare) gegenüber den Männ­chen (31 Exemplare), welches aber sofort illusorisch wird, wenn wir auch das Geschlecht der 12 stylopisierten Larven berücksichtigen. Fassen wir nun diese Ergebnisse zusammen, so sehen wir, dass die an dem vorliegenden Material erhaltenen Werte die Angaben der bisherigen Strepsi­pteren-Literatur bestätigen, nach welchen die Strepsipteren mit Vorliebe, oder besser gesagt, mit grösserer Häufigkeit die Weibchen ihrer Wirtstiere befallen, als die Männchen. Doch scheinen mir auch diese Zahlen keinen endgültigen Abschluss dieser Frage zu geben, zumindestens so lange, bis wir sichere Werte über das Geschlechtsverhältnis aller in Betracht kommenden Wirtstiere besitzen, und diese mit den Befallszahlen vergleichen können. Aus der rechten Hälfte der Tabelle I wird ersichtlich, dass in den 423 stylopisierten Hymenopteren insgesamt 542 Parasiten (Männchen und Weib­chen) nachgewiesen werden konnten und ausserdem auch noch 7 Larven des parasitären Stadiums (L 2 ), woraus auf den ersten Blick die schon seit langem bekannte Tatsache hervorgeht, dass bei einem beträchtlichen Prozentsatz der Wirtstiere doppelte oder mehrfache Stylopisation vorliegt. Die eingehende Unter­suchung dieser Frage, deren Ergebnisse sich in die Tabelle I nicht einfügen Hessen, erbrachte folgendes Bild. Auf 1 Wirtstier waren vorhanden : 1 Strepsiptere in insgesamt 336 Fällen (79.4%). Die Parasiten waren in 65 Fällen Männchen bzw. männliche Puparien (15.3%), in 271 Fällen Weibchen (64.1%). (Die angegebenen Prozente beziehen sich auf die Gesamtzahl aller nachgewiesenen Strepsipteren). 2 Strepsipteren in insgesamt 58 Fällen (13.7%). In 5 Fällen (1.2%) waren beide Parasiten Männchen, in 31 Fällen (1.3%) dagegen Weibchen, während in weiteren 21 Fällen (5.0 Prozent) je 1 Weibchen und je 1 Männchen gemeinsam auftraten. In 1 Falle (0.2%) wurde im Abdomen des Wirtstieres neben 1 männlichen Puparium auch noch 1 Larve des parasitären Stadiums (L ; ) gefunden. 3 Strepsipteren in insgesamt 16 Fällen (3.7%). In 3 Fällen (0.7%) waren alle 3 Parasiten Männchen, in 1 Falle (0.2%) waren es 2 Männchen und 1 Weib-

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