Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 52. (Budapest 1960)

Juhász, Á.: Petrographische Untersuchung paläozoischer Magmatite aus dem Balatonhochland

fernung von 9 m vom Magmatit bereits Biotit auftritt, dessen Menge in der Nähe des Magmatits auf 20% austeigt. Im grobporphyrischen Paläovulkanit selber beträgt die Grundmasse 32%. Die porphyrischen Gemengteile sind Quarz, Albit, Albitoligoklas, Orthoklas, Biotit, Apatit, Granat. Unter den porphyrischen Gemengteilen kommt Quarz in einer Häufigkeit von 21% vor. Seine Korngrösse beträgt 400—9500 ft. Die grösseren Körner sind dihexaedrisch, mit Spalten und magmatisch resorbierten Buchten, die mit Grundmasse gefüllt sind. Bis 20% der Quarzkörner löschen überaus stark undulös aus. Besonders in den grösseren Körnern treten Schnüre von Flüssigkeitseinschlüssen auf, in einigen kommen auch Einschlüsse von Biotit vor. Plagioklas ist häufig zu grös­seren Aggregaten verwachsen. Er macht 23% des Gesteins aus. Seine Kristalle sind durch mit Karlsbader Zwillinge kombinierter Albit-Zwillingslamellation gekenn­zeichnet. Periklin-Zwillinge sind selten. Die Grösse der Plagioklaskörner variiert zwischen 400—6000 (i, mit 1100 (JL im Durchschnitt. Die Kristalle sind häufig verbogen, zerbrochen und nicht-idiomorph, z. T. auch korrodiert. Der Plagio­klas ist mehr oder minder serizitisiert, jedoch überschritt die Menge des Serizits im Feldspat nur selten die 10%. Ortlich ist das Mineral karbon atisiert ; anhand seiner Lichtbrechung ist der Karbonat Ankerit. Stellenweise treten im Feldspat Quarzspindeln auf, anderswo ist er mit dem Quarz der Grundmasse myrmeki­tisch verwachsen. Verwachsung mit Orthoklas ist auch recht häufig zu beobach­ten. Eine nachträgliche Verquarzung tritt in der Nähe der durch das Gestein ziehenden Quarzadern gesetzmässig auf. Orthoklas ist in einer Menge von 17% zugegen. Betreffs Grösse und Idiom orphie ist er den Plagioklasen vollkommen gleich. Man kann in einigen Kristallen mikroklinartige Partien wahrnehmen. Der Gehalt an Biotit beträgt 6%. Die Körner sind ausnahmslos stark verb­lichen, z. T. unter der Ausscheidung von Titaneisen zu Chlorit zersetzt. Meis­tens kommt der Biotit in 400 fj, langen, zerknüllten Plättchen, seltener in unversehrten Schuppen vor. Apatit ist sehr selten, seine durchschnittliche Korngrösse ist 200 (x. Die Grundmasse besteht aus 10—15 fi grossen, manchmal 50 // erreichenden Quarz- und Feldspatkörnern, orientierten Serizit- und Chloritschuppen. Sie ist an vielen Stellen nachträglich quarzitisiert, entlang von etlichen mm mächti­gen Quarzadern, in denen auch Ankerit vorkommt. Es gibt jedoch auch Adern aus reinem Ankerit. In der Grundmasse sind auch Einsprengunge von zenti­metergrossen Quarzkörnern sichtbar, die z. T. in Christobalit umgewandelt sind. Der Analyse des Gesteins habe ich zwecks Vergleichung die chemische Zusammensetzung des Porphyroids vom Antoniaberg im Velenceer Gebirge nach B. Jantsky beigefügt. (Tabelle III.) Wie ersichtlich, ist die Probe vom Balatonhochland Si-reicher, wogegen sie weniger Mg und Ferrieisen enthält. Jedoch besteht im Alkaliverhältnis und in der Gesamtalkali-Menge eine grosse Ähnlichkeit, wie auch durch die Niggli­Werte bewiesen. (Tabelle IV.) Nach der petrographischen Beschreibung von B. Jantsky enthält der Porphyroid vom Velenceer Gebirge mehr Biotit und viele, vermutlich infolge sekundärer Einflüsse (Andesitaufbruch) entstandene opake Gemengteile ; er hat weiterhin eine intensivere Dvnamometamorphose erlitten. Das Gestein vom Balatonhochland hat sich anhand seiner chemischen und mineralogischen Zusammensetzung als Quarzporphyrit (Chlorodazitporphyrit) erwiesen, jedoch ist wegen der sekundären dynamometamorphen Effekte auch die Anwendung der Bezeichnung Porphvroid begründet (chlorodazitogener Epigneis).

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