Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 51. (Budapest 1959)

Kecskeméti, T.: Die Discocycliniden des südlichen Bakonygebirges

sella mit den meisten Exemplaren im Material vertreten. Unter den Arten befinden sich einige seltene Arten, wie z. B. D. scalaris, Ast. bayani, Ast. riojia. Am reichsten ist die Fauna des Fundortes Köleskepe árok Nr. 2, wo sämtliche Arten des südlichen Bakony zu finden sind. Nachher folgen die Fundorte Köles­kepe árok Nr. 3 und der Csehkuter Graben, während die ärmste Fauna aus dem grossen Steinbruch von Csékút zum Vorschein gekommen ist. Auch die Tatsache ist auffalend, dass die Actinocyclinen und Asterocyclinen eher in östlichen Teil des untersuchten Gebietes zu finden sind. Diese Tiere besassen Rippen und sternförmige Fortsätze, wodurch das Gehäuse fester ge­baut war. Unserer Annahme nach verlief die einstige Uferlinie des eozänen Meeres in der Nähe und diese Tiere lebten in der Nähe der Uferlinie. Da die Brandung am Ufer stärker ist als in dem tieferen Teilen des Meeres, mussten hier diejenigen Formen häufiger sein, deren Gehäuse infolge der Anwesenheit der Rippen fester gebaut war. Diese Annahme wird auch durch die Tatsache unterstützt, dass auch die verhältnismässig kleine, rundliche und mit starken Pfeilern versehenen Formen (D. nummulitica, D. aspera, D. variáns, D. douvillei, D. chudeaui) hier am häufigsten vorkommen. Westlich von diesem Gebiet sind bereits die glatteren und flacheren Formen mit feineren Pfeilern im Über- gewicht. Diese Tiere dürften vom Ufer weiter entfernt bereits in ruhigerem Wasser gelebt haben, wo das Meer schon allmählich tiefer wurde, jedoch noch nicht die Tiefe eines seichten Meeres übertraf. Im sich allmählich vertiefenden Meer kommen immer mehr pelitische Sedimente zur Ablagerung, die dann in den foraminiferen- und molluskenführenden Tonmergel übergehen. Die zeitliche Verteilung der Arten im Vergleich mit den ausländischen Vor­kommen veranschaulicht die Tabelle 2. Daraus lässt sich der charakteristische Horizont der einzelnen Arten entnehmen. Arten, die für das Untereozän charak­teristisch sind, gibt es sehr wenige, nur die beiden Formen, D. douvillei und Ast. bayani. Diese Formen gehen auch noch in das Mitteleozän hinüber und sind sozusagen als Vorläufer der zu dieser Zeit sich immer mehr entwickelnden Discocycliniden anzusehen. Für das Mitteleozän sind die Arten D. scalaris, D. concentrica, D. archiaci, D. hungarica, D. chudeaui, Act. patellaris, Ast. riojai, ferner D. papyracea, D. bartholomei, D. nummulitica, Ast. pentagonalis, Ast. stellata und Ast. Stella charakteristisch, von denen die letzteren Arten auch im Obereozän noch häufig genug sind. Im Obereozän ist die Fauna immer noch reich, obwohl immer mehr Arten fortbleiben. Für diese Zeit ist das häufigste Vorkommen der Actinocyclinen charakteristisch. Charakteristische Arten sind : D. augustae, D. pratti, D. aspera, D. variáns, Act. radians, Act. tenuicostata, Act. variecostata. Es gibt ferner noch einige Arten, die vom Untereozän bis zum obersten Eozän vorkommen. Als solche sind D. Stella, Ast. stellaris und Ast. taramellii anzusehen. Diese sind natürlich als Leitformen wertlos. Man sieht also, dass der grössere Teil der Discocyclinidenfauna aus mittel­eozänen Formen (13 Arten) besteht, eine geringere, aber immer noch bedeutende ist die Zahl der obereozänen Arten (7), während die Zahl der mit ereozänen, Arten (2) unbedeutend ist. Eine nähere Betrachtung der Tabelle wirft auch auf die Faunenverbin­dungen ein Licht. Die grösste Ähnlichkeit weist unsere Fauna mit der Nord­italiens auf (es stimmen 19 Arten überein). Nachher folgen Südfrankreich und Spanien, mit welchen Gebieten wir 18 bezw. 14 gemeinsame Formen besitzen. Sehr interessant ist auch die Übereinstimmung grossen Grades der Fauna des

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