Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 50. (Budapest 1958)
Kol, E.: Die Kryovegetation von Albanien I.
DIE KRYOVEGETATION VON ALBANTEN I. 6] Algae Cyanophyta Gloeocapsa alpina (Näg.) em. Brand. (Abb. 3. 4.) Lager dunkelviolett, gallertig, mit Hülle 21—30 p gross. Zellen kugelig, ohne Hülle 3—5 p gross. Hülle manchmal rauch, geschichtet. In Schneeproben Nr. 26, 32, 33. Kryoxen. Gloeocapsa magma Bréb. emend. Hollerbach Zellenfamilien 45 p gross mit Hülle, ohne Hülle 15—20 p. Lager braun oder kupferrot, mit kutikulaartigen Aussenschicht. Zellen kugelig, ohne Hülle 6—-10 p, mit Hülle 15 p gross. Hülle geschichtet. In Schneeproben Nr. 26, 31. Kryoxen. Microcoleus paludosus (Kg) Gom. Fäden einzeln, unverzweigt, 60 p breit, viele tauartig uneinander gewickelte Trichome enthaltend. Zellen 3—4 breit, 4—6 u lang. In Schneeproben 6. Kryoxen. Pleurocapsa polonica Racib. Lager orangegelb oder kupferrot. Vegetative Zellen kugelig, 10 p breit. In Schneeproben Nr. 6, 33. Kryoxen. Scytonema minor (Schmidle) Lemm. Fäden 17 p breit. Scheide gelbraun mit leicht divergierenden Schichten. Zellen 3 u breit, zylindrisch In Schneeprobe 26. Kryoxen. Cholorophyta Chlamydomonas nivalis Wille (Abb. 18) Nur einige kugelige Zellen fand ich, mit einem Durchmesser vom 9—15 p. Die Masse der in den albanischen Gebirgen vorfindbaren Individuen ist den aus den bulgarischen Gebirgen stammenden Individuen ähnlich. In den bisher bearbeiteten Schneeproben der Gebirge des Balkans fand ich überhaupt sehr wenig Ch. nivalis. In Schneeproben Nr. 2, 31, 32, 34. Kryobiont. Chodatella granulosa Kol. (Abb. 1, 2) Ovale, mit kleinen Warzen versehenen, 21 p lange und 14—17 p breite Zellen. Diese Alge fand ich bisher nur im roten Schnee Grönlands. In Schneeproben Nr. 31, 36. Kryobiont. Pleurococcus vulgaris var. cochaerens Wittr. (Abb. 17) 3—4 p grosse Zellen in vierer Gruppen. In Schneeproben Nr. 6, 28, 33. Kryobiont. Raphidonema nivale Lagerh. (Abb. 13) Kurze vierzellige, 3 p breite Fäden. Die in den albanischen Gebirgen gefundene Pflanze stimmt mit den in Alaska gefundenen (K o 1 1942. Taf. 6. Fig. 27, 28) überein. In Schneeprobe Nr. 35. Kryobiont. Scotiella nivalis (Shuttlew.) Fritsch Zellen 21—27 p lang und 10—15 p breit. In den balkanischen Gebirgen eine der verbreitetsten. In Schneeproben Nr. 31, 32. Kryobiont. Scotiella antarctica Fritsch var. albanica n. var. (Abb. 7—12) Zellen elliptisch 28—30 p lang und 18—20 p breit, mit 6 flügelartigen Rippen. Dieser Mikroorganismus steht der von J. Gain beschriebenen