Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 50. (Budapest 1958)
Endrődy-Younga, S.: Eine neue Zuphium-Art aus Ungarn (Coleoptera, Carabidae)
Eine neue Zuphium-Art aus Ungarn (Coleoptera, Carabidae) Von S. ENDRŐDY— YouNGA, Budapest Am 15. VI. 1953 sammelte ich in der Nähe von Királyháza im Börzsöny-Gebirge (Ungarn) ein Exemplar einer Zup/iium-Art, welche mit keiner der bisher bekannten Arten übereinstimmt. Ich teile daher die Diagnose dieser neuen Art unterstehend mit. Die Gattung ist in den tropischen Zonen der Erde durch die zahlreichsten Arten vertreten, ihr Hauptverbreitungsareal ist unbedingt in diesen Zonen zu suchen. Aus den tropischen Zonen von Afrika, Amerika, Asien, Australien und Polynesien sind bis jetzt 46 Arten bekannt geworden, in den gemässigten Zonen von Nord-Afrika, Nord-Amerika, Europa und Asien kommen unseres Wissens 27 Arten vor. Die meisten paläarktischen Arten sind im Mediterran-Gebiet einheimisch, von hier an nimmt die Zahl der Arten plötzlich ab. Es ist dabei leicht festzustellen, dass die Individuenzahl der eizelnen nördlicheren Arten sehr gering ist, die südlicheren Arten dagegen bedeutend individuenreichere Populationen besitzen. Aus dem Karpatenbecken sind bis jetzt 2 Arten bekannt, Z. Chevrolati Cast, aus Siebenbürgen und dem Banat mit insgesamt 2 Exemplaren und Z. hungaricum J.Friv. aus dem Banat wurde nur in einem Exemplar gesammelt. Seit vielen Jahrzehnten ist das von mir beschreibene einzige Exemplar der neuen Art das erste, welches im Karpatenbecken zum Vorschein gekomen ist und stellt gleichzeitig die nördlichste Art der Gattung dar. Zuphium praepannonicum n. sp. Körper stark verflacht, braungelb mit kurzen Flügeldecken. Kopf verflacht und breit, von der Basis bis zu der Spitze der stark entwickelten, gesperrten Mandibeln gemessen um 1 / 5 länger als breit. Hinten und an den Seiten leicht gewölbt, Clypeus und Stirn flach. Der Kopf ist hinter den Augen am breitesten, Hinterwinkel stark abgerundet. Augen klein, breiter als lang, von oben gesehen nicht vorgewölbt. Schläfen bis zur Einschnürung des Kopfes doppelt so lang als die Breite der Augen (von den Seite betrachtet), der Abstand zwischen Fühlereinlenkungsstelle und Vorderrand der Augen ist gleich der Breite der Augen. Von oben gesehen beträgt die kleinste Breite der Halseinschnürung nur ein Drittel der grössten Kopfbreite. Die Oberseite ist glänzend, fein chagriniert und fein punktiert, von jedem Punkte ragt ein von hinten nach vorn gerichtetes, schwach abstehendes Haar hervor, ausserdem sind drei Paare von langen Borstenhaaren zu entnehmen, welche grossen Punkten entspringen, u. zw. ein Paar am Clypeus, ein Paar vor den Augen und ein Paar hinter den Augen. Halsschild so breit wie lang, breiter als der Kopf, hinter den Vorderecken am breitesten, nach hinten bogenförmig verengt. Vor den Hinterecken stark ausgerandet, so dass die Hinterecken eckig vortreten. Die Basis ist mehrfach ausgerandet (Abbildung). Seiten des Halsschildes stark gerandet. In der Mitte verläuft ein Längsfurche, welche vorn fein ist, nach hinten zu tiefer wird und