Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1955)

Bartha, F. ; Soós, L.: Die pliozäne Molluskenfauna von Balatonszentgyörgy

36. Dreissena sp.? Die aus der Schicht No. 12. stammenden sechs juvenile Schalen sind viel zu unentwickelt, als dass sie spezifisch genauer bestimmt werden könnten. Es kann mit Sicherheit nur festgestellt werden, dass je drei Exemplare zwei verschiedenen Arten angehören, von welchen die eine schlanker und längerge­streckt, die andere aber kürzer und gedrungener ist. 37. Congeria neumayri Andrusov 1897. Congeria Neumayri Andrusov, Fossile u. lebende Dreisensidae Eurasiens, Résumé, p. 18. t. 1. f. 8—14. 1902. Congeria Neumayri Andrusov, Halaváts, Balaton, p. 27. t. 2. f. 7. 1905. Congeria Neumayri Andrusov, Lörenthey, Balaton, p. 50. 1942. Congeria Neumayri Andrusov, Strausz, Annal. Mus. Hung. Min. Pal. 35, p. 75. Sie kommt in der Balatongegend vereinzelt, in Öcs aber häufig vor ; aus Balatonszentgyörgy haben wir nur einige, zumeist juvenile oder fragmenta­rische Exemplare, und zwar aus den Schichten No. 1. und 12. 38. Pisidium sp.? (Taf. V., Fig. 14) Aus der Schicht No. 10. kamen vier Klappen eines verhältnismässig grossen Pisidium's zum Vorschein. Seine Konturen zeigen eine ins drei­eckige neigende Form, die Schale ist nicht viel länger als hoch, ihre Grösse (Länge : Höhe) beläuft sich auf etwa 5,5 : 4,5 mm ; der Apex liegt ganz hinten, demzufolge hat das Gehäuse eine sehr eigentümliche Gestalt, sein hinterer Rand fällt steil nach unten und geht in einem sich plötzlich neigenden Bogen in den unteren Rand über ; der obere Rand des Vorderteiles fällt in einer fast geraden Linie, mit einer Neigung von cca 45° nach unten und bildet mit dem aufwärtsgebogenen Ende des unteren Randes eine sehr tief liegende Spitze ; die Oberfläche ist dicht und regelmässig rippenstreifig. Zufolge der festen Ein­bettung in das Gesteinsmaterial konnte über das Schloss nichts gewisses fest­estellt werden. Aus den in der Literatur angeführten Arten steht diese Form zu jener Art am nächsten, welche Neumayr (Abhandl. geol. Reichsanst. Wien, 7., H. 3., 1875, p. 24.) unter dem Namen »Pisidium nov. sp. cf. supinum A. Schmidt« anführt und in der Fig. 27. der Taf. 8. abbildet. Neu m a y r wurde zu dieser Vergleichung durch die grosse Ähnlichkeit der Form der beiden Arten bewogen. In dieser Hinsicht besteht unter ihnen tatsächlich eine Ähnlichkeit, N e um a y r übersah aber jenen Umstand, dass ein sehr charakteristisches Merkmal des P. supinum in zwei (an beiden Schalenklappen je einer) am Apex befindlichen kur­zen, leistenartigen Längserhöhung besteht, welche an seinem aus dem slawo­nischen Görgeteg stammenden Exemplare nicht vorhanden sind, demzufolge dieses mit der rezenten Art nicht identifiziert werden kann. (Der sehr seltene P. supinum figuriert in der Fauna von Ungarn nur auf Grund einer aus Balaton­ederics stammenden Angabe von Kormos welche aber noch der Bestäti­gung bedarf ; unlängst kamen zwei Exemplare dieser Art aus der nach der Feststellung K r e t z ó i's pleistozänen Fauna von Kisláng zum Vorschein). Die zwei Erhöhungen können auch an den aus Balatonszentgyörgy stammenden Exemplaren nicht vergefunden werden, in dieser Hinsicht und in ihrer allgemei­nen Gestalt stimmen sie also mit der Neumayr'schen Art überein oder scheinen wenigstens zu ihr sehr nahe zu stehen, eine genaue Feststellung könnte aber

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