Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1955)

Bartha, F. ; Soós, L.: Die pliozäne Molluskenfauna von Balatonszentgyörgy

Namen angeführt. In Balatonszentgyörgy ist diese Art selten, wir haben davon im ganzen vier nicht besonders charakteristische Exemplare. 18. Melanopsis bouéi affinis Handmann (Taf. IV., Fig. 1—3) 1887. Melanopsis affinis Handmann, Foss. Conchylien v. Leobersdorf, p. 32,t. 7. f. 9—12. 1953. Melanopsis bouéi affinis Handmann, Papp, Mitteil. geol. Ges. Wien, 44, p. 146 t. 12. f. 9—11. Aus der Schicht No. 12. haben wir etwa 25 Exemplare. Ein grosser Teil der Exemplare zeigt eine mehr oder weniger bedeutende Abweichung in der Richtung des M. kurdica Brus, und muss als ein Übergang zu dieser Art betrach­tet werden. M. bouéi affinis wurde übrigens in der Sammlung der S ü m e g h y­Brigade an mehreren Fundorten Westtransdanubiens vorgefunden und kommt z. B. in Zalagalsa massenhaft vor. Über seine Verbreitung in Ungarn kann zurzeit noch kein klares Bild geschaffen werden, da die früheren Verfasser ihn mit der Stammform des M. bouéi verwechselt, bzw. als diesen betrachtet haben.. 19. Melanopsis kurdica Brusina (Taf. IV., Fig. 4—8). 1902. Melanopsis kurdica Brusina, Iconogr. t. 8. f. 8—11. 1929. Melanopsis kurdica Brusina, Wenz, Foss. Cat., p. 2768. 1942. Melanopsis kurdica Brusina, Strausz, Annal. Mus. Hung. Min. Pal., 35, p. 90. Die fehlende Beschreibung dieser Art geben wir in folgendem : Das Gehäuse ist gedrungen, seltener ziemlich schlank, mit einer spitz birnförmigen, sich plötzlich verjüngenden, zu Vertiefung neigenden Spira und einer scharfen Spitze, mit 5 bis 6 sehr dicht aneinander liegenden und sehr langsam anwachsen­den oberen Umgängen, aber mit einem sich plötzlich ausbuchtenden letzten Umgange ; nur die letzte oder die beiden letzten Umgänge sind durch lose und vereinzelt stehende Stacheln verziert. Die Mündung hat einen schmal ova­len Umriss, sie ist oben zugespitzt und wird auch unten, wo sie in einer ziemlich tiefen Rinne endigt, viel enger. Die Mündung ist etwas höher, als die Hälfte der vollen Höhe des Gehäuses, sie kann aber auch halb so hoch sein ; der callus columellaris ist mittelmässig entwickelt. Die Randwerte der Grösse und der Form können annähernd durch Exemplare folgender Dimensionen bezeich­net werden : 10 : 6,2 mm, 12,6 : 6,6 mm. Brusina hat diese Art aus Kurd abgebildet, Lörenthey erwähnt sie aus demselben Orte, aus Köttse und aus dem in der Nähe der Bálványos­Mühle liegenden Aufschlüsse, Strausz ebenfalls aus Köttse und aus den P. vu/s/a/sz-Schichten von Bábonymegyer, Csicsalpuszta und Tekerespuszta. In Balatonszentgyörgy kamen zwei Exemplare zum Vorschein, die Ausmasse des grösseren, unversehrten Exemplares belaufen sich auf 10,3:5,5 mm. In der Sammlung der S ü m e g h y-Brigade befindet sie sich aus Fonyód-Bélatelep — etwa 80 Exemplare — und aus Zalaegerszeg-Hosszujánka ; die obenangeführte Beschreibung wurde auf Grund dieser Exemplare zusammengestellt. Verbin­dungsformen dieser Art in der Richtung der M. oxyacantha Brus, haben sowohl Lörenthey, als auch Strausz gekannt, der letztere Autor bezweifelt, ob die beiden Arten voneinander gut getrennt werden können. Unter unseren Exemplaren befinden sich solche Formen nicht, auf Grund ihrer schlanken, sich rasch zuspitzenden Spira können sie von der eine viel gedrungenere Spira aufweisenden M. oxyacantha immer gut abgegrenzt werden.

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