Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 6. (Budapest 1955)

Erdélyi, J.: Die Mineralien von Bicsad (Sepsibükszád) in Rumänien. II.: Pyroxene, Pseudomorphosen und Granate

Fe 2 Ti0 5 (Pseudobrookit) bestehen. Die Entstehung der Magnetit-Paramorpho­sen mit angewachsenem Enstatit-Mantel beweist nachträgliche pneumatoly­tische Wirkungen. Der aus den ursprünglichen Hypersthenkristallen zurück­gebliebener Enstatit-Teil, nachdem sie sich in Magnetit umgewandelt hatten, spielte bei der Bildung des Enstatit-Mantels, die Rolle des Kristallisations­Zentrums, denn die orientierte Fortwachsung des Enstatit-Mantels, bezw. Kappe kann nur so erklärt werden. — Die Paramorphosen nach Hypersthen erschei­nen immer in der Kombination 1. (a, b, m, i), während der orientiert ange­wachsene Enstatit entsteht beinahe immer in der Kombination 2. (a, b, m, e). Nur ganz selten kommt Enstatit in der Kombination 1. vor. Der Enstatit ist immer farblos, oder schwach gelblich. Pleochroismus gibt es bei ihm nicht, oder ist kaum wahrnehmbar. Enstatit löscht gerade aus : c = c. Die Doppelbrechung der Kristallenen mit Berek—Leitz'schen Kompen­sator gemessen : y — a = 0,008 >• 0,009. Aus der gelblichen Farbe und grösseren Doppelbrechung einzelner mantelartigen Enstatite kann man darauf schliessen, dass man hier mit einem in Bronzit neigenden Enstatit zu tun hat In den auf Magnetit-Paramorphosen mantelartig angewachsenen Enstatiten sind hie und da braune Flecken zu beobachten, hier ist also der Eisengehalt grösser. Eine ähnliche Erscheinung erwähnt auch Krenner in dem »Szaboit« vom Aranyér Berge (4). Optische Achsenebene : b(010). In dem, zur c-Achse vertikalen Schnitt habe ich ein gutes Achsenbild bekommen. Das Achsenbild : + . Die Dispersion : v^>g. Die Doppelbrechung der mantelartigen Enstatit­Kristalle : y — a = 0,008 und y - ß = 0,004. Die Brechungsindizes: a Va = 1,664 ß Na = 1,666 y Na = 1,672 Der scheinbare Achsenwinkel (in a-Chlornaphtalin) : 2E = 62°. Und da der Brechungsindex des a-Chlornaphtalins : QNQ = 1,633 ist, beträgt der wahre Achsenwinkel : 2V = 60°40'. Aus den Brechungsindizes berechnet : 2V = 60°56'. Die Übereinstimmung ist ausgezeichnet. Ein Unterschied besteht nur zwischen den mit Kompensator gemessenen, und aus den Brechungsindizes berechneten y — ß -Werten. Die Verschiedenheit ist aber verständlich weil die zur Messung angewandten Kristalle verschiedene Enstatit-Kristalle waren. 3. Charakteristische kontakt-pneumatolytische Gebilde sind die in Bron­zit neigenden Enstatite und die in Bronzit neigenden Hypersthene, die sich an dem Kontakt der exogenen Einschlüsse (hauptsächlich Sandsteineinschlüsse) der Andésite von Bicsad gebildet haben. Solche, teils umkristallisierte Sand­stein-(Quarzit)-Einschlüsse sind hauptsächlich in dem grünlichgrauen Andesit des unteren Teils des Steinbruches zu finden. In den kleinen Poren neben den Sandsteineinschlüssen nehmen die gelblichgrünen Kristallenen der in Bronzit neigenden Enstatite und Hypersthene Platz, und hie und da die lebhaft grünen, frisch erhaltenen Kristallenen des Hypersthens. Diese Kristalle sind dünn tafelig, oder nadelartig gestreckt und erscheinen in den Kombinationen 1., 3. und 4. Ihre häufigsten Begleiter sind die rötlich braunen Biotit-Schuppen, stellenweise Titanit, Hämatit, Magnetit, Diopsid, Apatit und Feldspäte. Ein solches ist das von R a m d o h r beschriebene Vorkommen von der Blauen Kuppe (11). Auf Grund optischer Messungen erwiesen sich die grünlich gelben Kris­talle, als in Bronzit neigende Enstatite, die gelblich grünen Kristalle, als in Bron-

Next

/
Thumbnails
Contents