Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1954)

Dely, O. G.: Markierungsversuche an Fröschen (Vorläufige Mitteilung)

keinerlei Anschwellung zu finden, da der Ring am 13. August von mir gelockert worden war. Von den im Teiche gefangenen Fröschen kam kein einziges Tier zum Vorschein, obwohl ich lange Zeit nach ihnen suchte. Im Schlamme traf ich fünf unmarkierte Tiere an, die sich zum Winterschlaf zurückgezogen hatten und die ich bei dieser Gelegenheit mit Ringen (Nr. 48 r 28, 402, 413) versah. Im zweiten Brunnen schienen sich die Tiere erst zum Winterschlaf vorzubereiten. Hier sah ich eine grosse Menge von Bombina bombina und auch einige Rana esculenta. Unter den Tieren fand ich zwei beringte Unken (Nr. 74 und 93) und einen Wasser­frosch (278). Zur gleichen Zeit markierte ich 18 Stück Rotbauchige Unken (104, 107, 125, 102, 106, 115, 114, 113, 111, 118, 103, 110, 119, 109, 117, 124) und drei Wasserfrösche (Nr. 424, 414, 416). Über das Fassungsvermögen einer so kleinen Grube für ihren Winterschlaf haltende Tiere gibt der Umstand einen Begriff, dass ich ausser den beringten und dort gelasse­nen Tieren noch weitere 18 Exemplare von Bombina bombina für Untersuchungen heim­brachte und dass ich ausser diesen noch je drei Exemplare von Bombina und Rana in den Brunnen zurückwarf, da sie für das Beringen noch zu jung waren. Am 12. November, als ich die Gegend wieder besuchte, war das Wetter für Amphibien sehr schlecht. Die Lufttemperatur schwankte zwischen -)- 4 und + 7 C°. Im ersten Brunnen mass ich eine Wassertemperatur von + 11 C°, als das Wasser des Teiches und der zweiten Grube nur -f 7 C° war. Etwa 99% der Tiere des Moors hatten sich bereits zum Winterschlaf zurückgezogen. Das Wasser des Teiches war wegen des Ablassens stark gesunken und schien ganz ausgestorben. Demgegenüber beobachtete ich im zweiten Brunnen, dessen Wasser­temperatur mit der des Teiches übereinstimmte, einige Wasserfrösche und Unken. Hier fing ich eine beringte Rana (Nr. 278) und 9 Bombina (Nr. 93, 74, 104, 107, 125, 102, 115, 118 und 103). Doch konnte ich beim ersten Brunnen, wo die Temperatur höher war, nur noch 3 Ran ü (Nr. 273, 403, 51) und 3 Bombina erblicken. Die beiden folgenden Tabellen (Tab. 1 und 2) geben einen Überblick über die Beringungen und Rückfänge. Beim ersten Brunnen verstrichen insgesamt 155 Tage vom Datum der ersten Beringung bis zu dem der letzten. Während dieser Zeit wurden 15 Rana esculenta beringt. Von diesen Tieren fing ich nur 6 Exemplare wieder, von denen ich aber einzelne Stücke sogar fünfmal wiedersah. Von den am 29. Oktober beringten 5 Fröschen kam am 12. November nur ein einziger in meine Hände. Es ist wahrscheinlich, dass sich die übrigen Tiere damals bereits zum Winter­schlaf verkrochen hatten. Wenn wir nur die von den Beringungen bis zu den Rückfangen ver­strichene Zeit berück ichtigen und wenn wir voraussetzen, dass die Tiere seit der Zeit des ersten Bennges bis zum letzten Rückfang ihren Lebensort nicht auf längere Zeit verliessen und sich in der Umgebung aufhielten, so können wir feststellen, dass sich der mit Nummer 81 versehene Frosch 141 Tage unbedingt in der Nähe des ersten Brunnens aufhielt, obschon ich ihn während der erwähnten Zeit kein einziges Mahl wiederfangen konnte. Das Tier Nr. 273 wurde am 12. August markiert und wurde nur am 29. Oktober und am 12. November wieder­gefangen. Der Fall des mit Nummer 85 versehenen Exemplars, das am 12. August beringt wurde, ist auffallend. Es wurde am nächsten Tag nicht aufgefunden, am 15. August, sowie am 7., 8. und 9. September kam es wieder vor, aber am 29. Oktober und am 12. November konnte es nicht mehr gefunden werden. Bei den Fröschen Nr. 51 und 287 beobachtete ich keinen ähnlichen Fall. Wenn die Tiere ihren Ort von Zeit zu Zeit länger verlassen hätten, würde dies ebenfalls beweisen, dass sie an ihrem Lebensort hängen, da sie nähmlich stets in ihr Originalgebiet zurückkehren. Die Frösche Nr. 251,252, 253, die am 13. Juni beringt wurden*, und Nr. 281, den ich am 9. September markiert hatte, konnte ich kein einziges Malwiederfangen. Auch keine der beringten Bombinen wurden wiedergefunden, ja seit 9. September konnten sie sogar überhaupt nicht mehr angetroffen werden. Natürlich dürften hier auch ihre Feinde eine Rolle spielen. Von den aus dem Teiche herausgefangenen und beringten Fröschen, die beim ersten Brunnen entlassen wurden, fand ich 6 Exemplare wieder. Einzelne

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