Boros István (szerk.): A Magyar Természettudományi Múzeum évkönyve 5. (Budapest 1954)
Jánossy, D.: Fossile Microtinen aus dem Karpatenbecken. I.: Lemminge
Deswegen wählte ich die grössten Längen der Zahnreihen und der M x . Alle Messungen wurden mit dem Mikrometerokular des Mikroskops bei cca. lOfacher Vergrösserung durchgeführt. Die völlige Realität der Untersuchungen der ganzen Zahnreihenlängen wird jedoch durch zwei Momente beeinträchtigt: 1. Die Zähne folgen nicht immer fest aufeinander. Zwischen ihnen befinden sich kleinere oder grössere Distanzen. 2. Während das Mass des M x und M 2 recht konstant ist, ist die Länge des M 3 bei fortgeschrittener Abkauung wechselnd. Im Falle intensiver Abkauung kann die Länge des M 3 die des M 2 übertreffen, obwohl dieser Zahn kürzer zu sein pflegt als der zweite Molar. Trotz den aufgezählten Schwierigkeiten unterwarf ich das Material einer diesbezüglichen Untersuchung, weil in der Literatur eben diese Massangabe am häufigsten vorzufinden ist. Von Mandibeln mit intakten Zahnreihen stand mir folgendes Material zu Verfügung : Die an den Kauflächen gemessenen Zahnreihenlängen schwanken zwischen 6,3 und 8,9 mm, die Grössenunterschiede sind also beträchtlich (2,6 mm). Wir finden schon bei Kormos (22, p. 399, Fig. 32.) ähnliche Untersuchungen am Material von Pilisszántó. (Das einzige von Kormos beschriebene Exemplar mit. 6 mm Zahnreihenlänge von Pilisszántó konnte ich im Material nicht auffinden.) Seine Frequenzkurve zeigt wegen des sog. Distanzfehlers sechs Gipfel. Diese Kurve spiegelt nämlich auch Fluktuationen der individuellen Variation wider, die uns in diesem Falle nicht interessieren. Wenn wir die — mit gut gewählten Distanzwerten (in diesem Falle 0,3 mm) — konstruierten Frequenzkurven vergleichen (Fig. 2.), fällt uns die Stabilität der Art ins Auge. Die berechneten Mittelwerte sind die folgenden : Im Gipfel der Frequenzkurve des Materials aus der Óruzsin-Höhle zeigt sich jedoch eine geringe Verschiebung, wobei auch das grösste Exemplar mit 8,9 mm Länge von dieser Fundstelle zum Vorschein kam. fM£ Bei den Messungen des Mj fallen die obenerwähnten Schwierigkeiten weg. Die Länge der Kaufläche des ersten Molaren hängt nicht vom Masse der Abkauung ab. Ich mass sämtliche М г am oberen, mittleren und unteren Teil des Prismas und bekam bei demselben Zahn immer dieselben Werte. Von diesem Zahn stand mir folgendes Material zur Verfügung : Felsnische Pilisszántó Óruzsin-Höhle Jankovich-Höhle Pálffy-Höhle , 253 Stück 105 « 99 « 96 « Felsnische Pilisszántó Óruzsin-Höhle Jankovich-Höhle Pálffy-Höhle 7.4 mm 7.5 mm 7,5 mm 7,4 mm Felsnische Pilisszántó Óruzsin-Höhle , Jankovich-Höhle Pálffy-Höhle 363 Stück 130 Stück 175 Stück 183 Stück